Kufstein

Fachhochschule baut nun auf eigenem Grund

© Michael Mader

Öffentliches WC, Bibliothek und Turnsaal – das verspricht der neue FH-Bau in Kufstein. Der Stadtpark wird dabei nicht angetastet.

Von Michael Mader

Kufstein –Ein Versprechen ist ein Versprechen. Diese Worte stammen nicht nur von den Kritikern des geplanten Neubaus der Fachhochschule in Bezug auf die politischen Aussagen vor den Gemeinderatswahlen, wonach der Stadtpark für das Projekt nicht angetastet werden soll. Ein Versprechen ist ein Versprechen, betiteln auch die Stiftungsvorstände der Fachhochschule Kufstein, Herbert Marschitz, Franz Mayer und Bürgermeister Martin Krumschnabel, den neuesten Rohentwurf für die mittlerweile vierte Ausbaustufe der Bildungsstätte.

Wichtigste Änderung: Der neue Bauteil wurde im Plan um einige Meter vom Parkcafé in Richtung Fachhochschule I zurückversetzt und würde zwar immer noch im Stadtpark, aber nur noch auf fachhochschuleigenem Grund stehen. Ein Grundtausch mit der Stadt oder eine Umwidmung sei somit nicht mehr notwendig. Der Stadtpark in seiner bisherigen Größe bleibe erhalten, ebenso der Kinderspielplatz, der um einen Wasserspielplatz ergänzt werden soll. Die Erweiterung der Tiefgarage wurde gestrichen.

Apropos Stadtpark: Bei der Präsentation am Montagabend wurde auch vom Wiener Landschaftsarchitekten János Kárász ein Stadtparkgestaltung vorgestellt. Das neue Kernstück soll ein mittiger Stauden- und Gräsergarten sein. Leicht angehügelt auf höchstens 80 Zentimetern soll hier ein poetischer Ort entstehen, der für Kufsteinerinnen und Kufsteiner, Besucher und Touristen gleichermaßen attraktiv sein wird. Bequeme Sitzmöbel sollen zum ungezwungenen Aufenthalt in die Garten-Lounge einladen, heißt es seitens der Fachhochschule.

Die Kosten für die Stadtparkgestaltung stehen allerdings noch nicht fest und sind nicht in den vorgestellten Gesamtprojektkosten von nahezu 9,5 Millionen Euro enthalten. Rund 2,2 Millionen davon macht der Turnsaal aus, der in das Eigentum der Stadt übergehen würde und sowohl von den Schülern der Internationalen Schule Kufstein (ISK) als auch von Vereinen genützt werden kann. Enthalten im Neubau ist aber auch ein öffentliches WC und das neue Bibliothekszentrum.

Bei der September-Gemeinderatssitzung in Kufstein soll nun über das Projekt abgestimmt werden und auch FH-Stiftungsvorstand und Landtagspräsident Herwig van Staa will noch im September einen Termin bezüglich der Finanzierung mit LH Günther Platter und Landesrat Bernhard Tilg fixieren.

„Das Projekt gefällt mir ausgezeichnet. Es hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen“, freut sich Bürgermeister Martin Krumschnabel. Spätestens zu Beginn des Schuljahres 2020 soll der Neubau fertiggestellt sein.

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