Bezirk Innsbruck-Land

Startschuss für Chirurgie-Neubau in Hall

Die Schaufel beim „Spatenstich“ für das neue Haus 14 war etwas größer als gewohnt: im Bild v. l. Stefan Deflorian (Geschäftsführer Tirol Kliniken GmbH), Bürgermeisterin Eva Posch und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg.
© tirol kliniken

Um insgesamt 70,5 Mio. Euro errichten die Tirol Kliniken in Hall das neue „Haus 14“: Neben allen chirurgischen Fächern findet dort auch die neue Geburtenstation Platz. Zwei weitere Großprojekte gehen derweil ins Finale.

Von Michael Domanig

Hall –Der Krankenhaus-standort Hall, der zweitgrößte Tirols, wird bis 2020 massiv ausgebaut: Gestern lud die Geschäftsleitung der Tirol Kliniken zum feierlichen Spatenstich für das „Haus 14“. Der Neubau, der auf einem 12.300 Quadratmeter umfassenden Bauplatz nördlich der Milser Straße und westlich der UMIT entsteht, ist laut Wolfgang Markl, Kaufmännischer Direktor des Landeskrankenhauses Hall, das größte Bauvorhaben der Tirol Kliniken bisher. Im Neubau mit insgesamt 206 Betten sollen alle chirurgischen Fächer, der neue OP-Trakt und die komplette Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe Platz finden.

Die Innere Medizin, der ambulante Bereich und die Radiologie verbleiben im bestehenden Haus 10, auch der Hubschrauberlandeplatz wird weiterhin dort situiert sein. Als besondere Herausforderung erwies sich die Frage, wie der Neubau und das Haus 10 auf der anderen Seite der Milser Straße verbunden werden sollen, erklärt Stefan Deflorian, Geschäftsführer der Tirol Kliniken: Unterirdisch sei dies nicht möglich gewesen, also fiel die Entscheidung für eine spektakuläre gläserne „Magistrale“ im ersten Obergeschoß – über 100 Meter lang und „breit genug, dass zwei Betten aneinander vorbeikommen“. Teile der Haller Opposition hatten die „Magistrale“ aus Sicht des Ortsbildschutzes heftig kritisiert. Deflorian zeigt sich aber überzeugt, dass diese „irgendwann ein Blickfang für die Stadt Hall sein wird“.

Die neue Kinder- und Jugendpsychiatrie wird ab Ende November bezogen.
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Den Einzug in den Neubau, geplant vom Büro Hinterwirth Architekten, könne man „kaum erwarten“, so Markl. Einerseits stünden künftig Zwei- und Vierbett- statt der aktuellen Sechsbett-Zimmer zur Verfügung. Zum anderen würden im Bestandsgebäude immer wieder bauliche Schwierigkeiten auftreten.

Das Investitionsvolumen für den Neubau, der im Jahr 2020 in Betrieb gehen soll, beträgt ca. 68 Mio. Euro. Hinzu kommen 2,5 Mio. Euro für ein zweites Tiefgaragengeschoß. In Summe entstehen 320 zusätzliche Stellplätze, zudem wird eine Verbindung zur bestehenden Krankenhaustiefgarage und jener der UMIT geschaffen. Die Dimensionen der Gesamtbaustelle sind gewaltig: Allein für den Aushub werden mehrere tausend Lkw-Fahrten nötig sein.

Bernhard Tilg, Gesundheitslandesrat und Eigentümervertreter der Tirol Kliniken, freute sich, dass die Infrastruktur am Krankenhausstandort Hall „modernisiert und zukunftsfit aufgestellt“ werde. Das Haus 14 ist dabei eines von drei Großprojekten: Das neue Gebäude der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit 46 Betten (Kosten: knapp 20 Mio. Euro) wird ab 27. November bezogen und geht Mitte Jänner 2018 in Betrieb. Tilg verwies zudem auf das neue Hospizhaus Tirol, das ebenfalls am Gelände der Tirol Kliniken entsteht und zum „Zentrum der Hospiz- und Palliativversorgung in Tirol“ wird. Bauherrin ist hier aber die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft. Das Land ist mit rund 8,3 Mio. Euro Hauptfinanzier. Im Frühjahr 2018 soll das Hospizhaus fertig sein.

Das Tiroler Hopsizhaus ist im Frühjahr 2018 fertig.
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