Tesla soll bei Physiotherm einziehen

Der Infrarotkabinenhersteller Physiotherm in Thaur hat seine Logistik ausgelagert.

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Die Physiotherm in Thaur sucht einen wieteren Mieter.
© Domanig/TT

Thaur –Der Infrarotkabinen-Hersteller Physiotherm hat in den letzten Monaten seine Logistik nach Deutschland ausgelagert. Der für die Firma inzwischen größte Markt Deutschland wird nun direkt vom deutschen Produktionswerk Treuen aus beliefert.

Die Umstrukturierung hat naturgemäß zu heftigen Spekulationen Anlass gegeben. So wurde kolportiert, dass im Endausbau nur noch die Verwaltung in Thaur verbleiben würde. Dies weist Geschäftsführer Josef Gunsch auf Anfrage der TT entschieden zurück: „Wir haben aus rein ökonomischen und ökologischen Gründen die Logistik nach Sachsen verlagert. Die Produkte werden auftragsbezogen gefertigt, wobei die Zentrale in Tirol bleibt.“ Hier konzentrier­e man sich auf Forschung und Entwicklung, Marketing und Finanzen. In Thaur sind im Schnitt rund 60 Mitarbeiter beschäftigt, das schwanke aber saisonbedingt.

Gunsch bestätigte aber, dass man aktuell neben dem Wasseraufbereiter BWT weitere Mieter für Thaur suche und mit einigen Interessenten Gespräche führe. Darunter sei auch der Autobauer Tesla. Mehr könne man aber derzeit nicht dazu sagen. Die Gespräche könnten aber weit gediehen sein. Denn Tesla sucht derzeit Mitarbeiter in Tirol und gibt als Standort Thaur an.

Nach der Übernahme des Glasduschen-Herstellers Neher 2013 hatte Gunsch der Firma ein Sparprogramm verordnet. Die Duschtrennwand-Sparte und die Marke Neher wurden im März 2017 an Glas Kubik verkauft. Physiotherm konzentriere sich zukünftig verstärkt auf seine Kernkompetenzen. Besonderes Augenmerk werde neben der Fertigung von Infrarotkabinen auf die Vermarktung des Duschkabinen-Programms Intense gelegt. Das Produkt sei aus der engen Zusammenarbeit zwischen Physiotherm und Neher entstanden. Zudem peile man in den nächsten Jahren neben Zentraleuropa den skandinavischen Markt an. (hu)


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