Optimismus vor dem ersten Winter mit der neuen Bahn

Mit 8. Dezember soll die neue Gondelbahn am Rangger Köpfl in Betrieb gehen. Die Bergbahnen setzen auf Wintersport-Anfänger und Rodler.

© Bergbahnen Oberperfuss

Oberperfuss –Bis zur Finanzierung war es, wie berichtet, ein langer, zäher Weg, doch nun geht es am Rangger Köpfl Schlag auf Schlag: Mit 8. Dezember soll die neue Gondelbahn „Peter Anich II“ in der Mittelsektion zwischen Stigl-reith und Sulzstich in Betrieb gehen. „Wir liegen im Plan, es könnte und sollte sich ausgehen“, sagt GF Hubert Deutschmann von den Bergbahnen Oberperfuss zur TT.

Nach dem positiven Bescheid Ende Juli wurde sofort mit der Baueinrichtung begonnen, ab Mitte August wurden die Stützen und Fundamente errichtet. Diese Arbeiten sind nun – ebenso wie jene an der neuen Berg- und Talstation – bereits abgeschlossen. Mitte Oktober wird der Förderseilzug installiert, ab 20. Oktober 22 Stück 8er-Gondeln eingestellt. Der Probebetrieb durch die Herstellerfirma Doppelmayr ist ab Anfang November geplant, gefolgt von Mitarbeiterschulung und technischer Abnahme. Die 1600 Meter lange Bahn überwindet künftig in 5,5 Minuten Fahrzeit 235 Höhenmeter, die Förderleistung liegt im Anfangsausbau bei 1000 Personen pro Stunde.

Deutschmann zeigt sich für die erste Wintersaison mit der neuen Aufstiegshilfe optimistisch: „Selbst wenn sich die schwierigen Gegebenheiten der beiden letzten schneearmen Winter wiederholen sollten, sind wir diesmal risikoärmer.“ So werde der Kunstschnee, der bisher für die laufende Präparierung der langen Schleppliftspur in der Mittelsektion reserviert war, nun für die Präparierung von Piste und Rodelbahn frei.

Die Bergbahnen wollen sich in den Worten von Deutschmann als „Volksschule für Wintersportler“ positionieren – Anfänger und Familien sollen als Zielgruppe noch stärker umworben werden. Vor allem der nun per Gondel erreichbare, flache Mittelbereich biete sich als Ausbildungsstätte für den Breitensport an, meint Deutschmann. Übrigens wird der Turnunterricht der Oberperfer Volksschüler – in Kooperation mit dem SV Oberperfuss Schi – auch heuer geblockt auf die Piste verlegt.

Auch das Rodeln werde am Köpfl weiter an Bedeutung gewinnen, ist Deutschmann überzeugt. Schließlich stehe „die längste schneesichere und beleuchtete Rodelbahn in ganz Tirol“ zur Verfügung, mit ca. 8,5 Kilometern ab dem Sulzstich – und der Möglichkeit, zu Fuß weiter bis zur Rosskogelhütte aufzusteigen.

Schon mit Beginn der nächsten Sommersaison sollen am Rangger Köpfl zudem zwei einfache, jeweils ca. 2,5 Kilometer lange Singletrail-Strecken bereitstehen. Bei diversen weiteren Ideen, wie sie im Entwicklungskonzept für das Köpfl vorgeschlagen wurden, läuft laut Deutschmann der „Diskussions- und Entscheidungsprozess“ noch. (md)


Kommentieren


Schlagworte