47-Jähriger steht 15 Jahre nach der Tat wegen Mordes vor Gericht

Der Angeklagte hatte sich unmittelbar nach der Tat in sein Heimatland Pakistan abgesetzt. Seit April dieses Jahres saß der Mann dann in deutscher Untersuchungshaft.

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© TT/Jan Hetfleisch

Limburg – Rund 15 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Frau im deutschen Limburg hat ein Mordprozess gegen den damaligen Lebensgefährten begonnen. Der 47-Jährige äußerte sich am Freitag vor dem Landgericht weder zur Person noch zur Sache. Die Hauptverhandlung beginne erst jetzt, da sich der Angeklagte unmittelbar nach der Tat in sein Heimatland Pakistan abgesetzt habe, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Um die Auslieferung des mutmaßlichen Täters zu erreichen, habe es des „großen diplomatischen Dienstwegs“ bedurft.

Laut Anklage soll der Mann seine deutsche Freundin zwischen dem 31. Oktober 2002 und 2. November 2002 in der gemeinsamen Wohnung in Limburg getötet haben. Die Frau starb an mehreren Messerstichen in den Rücken. Schwester und Mutter des Opfers hatten die Tote am 2. November gefunden. Das Paar habe sich vor der Tat teils heftig gestritten und sei zeitweise getrennt gewesen, hieß es.

Der Angeklagte hatte in Deutschland Asyl beantragt gehabt, jedoch falsche Personalien angegeben. Auf seine echte Identität stießen Polizisten, als sie nach der Tat die Wohnung durchsuchten und in einer Mülltonne eine zerrissene Geburtsurkunde fanden. Der Haftbefehl datiert vom 11. November 2002 - seit April dieses Jahres saß der Mann dann in deutscher Untersuchungshaft. (dpa)

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