Turmkugel mit vielen neuen Infos

So mancher hielt den Atem an, als mit akrobatischem Geschick die gut gefüllte Jenbacher Turmkugel wieder montiert wurde.

Philipp Astner setzte die Turmkugel mit viel Geschick auf der Turmspitze auf.
© Zwicknagl

Von Walter Zwicknagl

Jenbach – Den Hals verrenkte sich so mancher, bis die Turmkugel und das Turmkreuz auf der Jenbacher St. Wolfgangskirche am Sonntag nach dem Gottesdienst wieder in luftiger Höhe an Ort und Stelle waren. „Die Renovierung des Turmdaches und der Ostfassade des Turmes war der erste Teil der Außenrenovierung, die in drei Etappen erfolgen soll“, sagte zuvor Pfarrer Wolfgang Meixner. Nachkommende Generationen werden in mehreren Schriften über die derzeitige Situation in der Marktgemeinde informiert. Dass im Ort 27 Nationalitäten vertreten sind und sich dort auch 18 religiöse und konfessionelle Bekenntnisse finden, sind sicher interessante Fakten für die Nachfahren, die in Jahrzehnten wieder die Kartuschen öffnen werden. Mehr als 4600 der rund 7000 Einwohner seien katholisch.

„Seine erste Bergtour in Tirol machte unser künftiger Bischof Hermann Glettler auf das Ebner Joch und besuchte bei dieser Gelegenheit auch unsere Pfarrkirche und informierte sich über das Renovierungsvorhaben“, freut sich Pfarrer Meixner. Nationalratswahl und die Themen Flucht und Asyl, der Konflikt zwischen Washington und Nordkorea, der den Weltfrieden auf eine harte Probe stellt, sowie Papst Franziskus, der nicht müde wird, den Frieden und den neuen Umgang mit der Umwelt einzumahnen, werden in den Schriften in der Turmkugel behandelt. Natürlich spielt auch „500 Jahre Reformation“ eine Rolle. „Dass die Kirche heuer 100 Jahre Marienerscheinungen in Fatima feiert, ist ebenso ein Mosaikstein in der Informationsfülle“, sagt der Pfarrer.

Pfarrer Wolfgang Meixner gab Kartuschen in die Turmkugel.
© Zwicknagl

Neben heute gültigen Münzen und Dokumenten, die schon bisher in der Turmkugel waren, sind auch Kinderzeichnungen in den Kartuschen. Auch vier Berichte der Tiroler Tageszeitung über die laufende Renovierung sind dabei.

„Zu hoffen bleibt, dass die Kirche und ihr Turm auch weiterhin ein Fingerzeig für den Himmel sein werden“, ist der Wunsch von Pfarrer Wolfgang Meixner.

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