Leitbörsen in Fernost schließen weitgehend tiefer

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag überwiegend mit Verlusten notiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor um 187,29 Z...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag überwiegend mit Verlusten notiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor um 187,29 Zähler oder 0,82 Prozent auf 22.681,42 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 15,65 Zähler (minus 0,05 Prozent) auf 29.120,92 Einheiten. Der Shanghai Composite gewann hingegen leichte 4,88 Punkte oder 0,14 Prozent auf 3.432,67 Punkte.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich unterschiedlich. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 33.314,56 Zählern mit plus 63,63 Punkten oder 0,19 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel 18,1 Zähler oder 0,30 Prozent auf 6.104,30 Einheiten.

US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Asienreise China verlassen und besucht nun Vietnam. Trump zeigte sich nach ruhigeren Tönen gegenüber Nordkorea auch im Handelsstreit mit China ungewohnt versöhnlich. Er lobte die „sehr produktiven“ Treffen mit Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking und sagte, er mache nicht China sondern die vergangene US-Regierung für das hohe Handelsdefizit der USA mit China verantwortlich.

China macht einen Schritt bei der Öffnung seines bisher für Ausländer oft verschlossenen Finanzmarkts: Bald soll es ausländischen Unternehmen erlaubt sein, die Mehrheit an chinesischen Banken, Brokern oder auch Versicherern zu übernehmen. Außerdem senkt China die Steuern für Technologie-Unternehmen und will so mehr ausländisches Kapital anlocken. Tech-Konzerne sollen nur noch einen Steuersatz von 15 Prozent zahlen müssen. Die Senkung trete auch rückwirkend zum 1. Jänner 2017 in Kraft, hieß es.

Bei den Einzelwerten sorgten Unternehmensnachrichten für Impulse. Der japanische Stahlkonzern Kobe Steel etwa hat seinen Prüfbericht zum Skandal um gefälschte Produktdaten vorgelegt. Eine mangelnde Qualitätskontrolle und Profitgier seien demnach Auslöser des Skandals gewesen. Die Produktdatenfälschung habe es an 13 Standorten kontinuierlich über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren gegeben. Den heutigen Handelstag beendeten Kobe Steel mit einem Plus von 1,93 Prozent.

Der angeschlagene japanische Industriekonzern Toshiba erwägt einem Insider zufolge unterdessen eine Kapitalerhöhung mit einem Volumen von umgerechnet 4,5 Mrd. Euro. Demnach lägen dazu Vorschläge mehrerer Investmentbanken vor. Die Aktien des angeschlagenen Unternehmens schlossen heute mit einem satten Minus von 5,11 Prozent.