Olympia: ÖSV gibt rekonvaleszenten Athleten vor Winterspielen Zeit

Levi (APA) - Rechtzeitig zum Beginn der Weltcupsaison ist Alpinskiläufer Marcel Hirscher in Levi nach seinem Knöchelbruch ins Geschehen zurü...

Levi (APA) - Rechtzeitig zum Beginn der Weltcupsaison ist Alpinskiläufer Marcel Hirscher in Levi nach seinem Knöchelbruch ins Geschehen zurückgekehrt. Andere Athleten des Österreichischen Skiverbands brauchen nach Verletzungspause noch Zeit. Stark zurückgemeldet hat sich am Samstag Snowboarderin Anna Gasser, die nach auskurierter Schienbeinkopfprellung am linken Bein den Big-Air-Weltcup in Mailand gewann.

Die Liste der Rekonvaleszenten im ÖSV ist lang, Sportdirektor Hans Pum rechnet aber damit, dass man bei den Olympischen Spielen im Februar in Pyeongchang (Südkorea) mit einem kampfstarken Team antreten wird können. „Olympia ist das Highlight der Saison. Natürlich werden auch verschiedene Wertungen im Weltcup entschieden und die Rennen sind jetzt, aber auch dafür muss man topfit sein, um erfolgreich zu sein. Das ist das Um und Auf. Und natürlich ist Olympia das große Ziel für alle“, sagte Pum in Levi zur APA - Austria Presse Agentur.

Deshalb bekommen die Athletinnen und Athleten auch die Zeit, die sie benötigen. „Sie haben vom Verband her jede Unterstützung, die sie brauchen, um zurückzukommen. Sie sollen sich mit den Comebacks Zeit lassen. Olympische Spiele erlebst du in einer Karriere normalerweise einmal, zweimal. Es ist schon hart, wenn du gerade in so einer Saison verletzt bist, das tut mir weh. Denn die Gesundheit ist einfach das Kapital der Sportler, sie steht an erster Stelle.“

Umso mehr freue er sich, wenn Athleten dann zurückkommen, wie eben Hirscher oder Christian Hirschbühl (Innenbandeinriss im linken Knie und Bone Bruise im Scheinbeinkopf) in Levi. Für Michaela Kirchgasser (Knieoperationen) und Carmen Thalmann (Kreuzbandriss) ging es ebenfalls in Finnland wieder los.

Andere Alpine haben ihr erstes Rennen noch vor sich, so Olympiasiegerin Anna Veith (Knie-Operationen), Eva-Maria Brem (Unterschenkelbruch) und Cornelia Hütter (Kreuzbandriss). Im Skispringerlager muss sich der vielfache Medaillengewinner Gregor Schlierenzauer nach einem Ende Oktober erlittenen Seitenbandeinriss im rechten Knie noch gedulden, Michael Hayböck wird nach einem Bänderriss im Knöchel beim Weltcup-Auftakt am kommenden Wochenende in Wisla mit dabei sein.

Spartenkollegin Daniela Iraschko-Stolz musste sich erst kürlich wieder einer Knieoperation unterziehen, bleibt abzuwarten, ob sie wie Februar fit wird. Jacqueline Seifriedsberger kämpfte im Sommer mit einer Meniskusblessur. Die Weltcup-Rückkehr von Biathlet Dominik Landertinger nach seiner Bandscheibenoperation dürfte erst im Jänner erfolgen, 2015-Ski-Cross-Weltmeisterin Andrea Limbacher kommt nach einem Kreuzbandriss zurück.

Einen Einstand nach Maß in die Olympiasaison verbuchte die Kärntnerin Gasser, die den Beginn des Slopestyle-Weltcups Anfang September in Neuseeland noch verpasste hatte. „Anna ist eine, die gehört jetzt schon zu den Favoriten für Olympia. Mich freut das und mir macht das nichts, wenn sich ein paar in Favoritenrollen drängen. Was wir haben, das haben wir“, meinte Pum ohne Zurückhaltung.