Ski Alpin

Vor der Challenge Riesentorlauf geht Hirscher vom Gas

Nach einem guten ersten Durchgang fehlte Marcel Hirscher in der Entscheidung Kraft und Power für ein Top-Resultat.
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Beim Comeback nach seinem Knöchelbruch im August verbuchte Marcel Hirscher 14 Punkte auf seinem Konto und war mit seinemr Leistung durchaus zufrieden.

Levi – Ein paar Tage braucht Marcel Hirscher nach einer Woche mit täglicher Skibelastung nun Pause, danach gilt es, den nächsten Schritt zu machen. „Jetzt runter vom Gas und dann versuchen, den ersten Riesentorlaufschwung zu fahren, das ist sicherlich die große Challenge“, sagte der Slalom-17. von Levi. Enttäuschend verlief der Weltcup-Auftakt für die Teamkollegen, bis Val d‘Isere wartet viel Arbeit.

Nach dem Knöchelbruch vom August erhoffte sich Hirscher in Levi ein paar Punkte - 14 sind es geworden. „Ich habe gehofft, dass so ein Resultat drinnen ist. Der erste Lauf hat mich überrascht, man ist dann schon geneigt, zu glauben, man kann dann doch gleich mitfahren“, sagte der zur Halbzeit auf Platz vier gelegen Salzburger zur rasch gewachsenen eigenen Erwartungshaltung.

Letzte Laufzeit im Finale

Im Finale kam Hirscher über die 24. und letzte Laufzeit (sechs Läufer fielen aus) nicht hinaus, als 17. hatte er insgesamt aber nur 1,32 Sekunden Rückstand auf den deutschen Sieger Felix Neureuther. „Es fehlt halt noch am Skifahrerischen. Im zweiten war es mit der Kraft schon besser. Ich bin nicht stärker geworden (in der Halbzeitpause/Anm.), aber ich habe die Anstrengung besser akzeptieren können. Summa summarum habe ich den Schwung wahrscheinlich zu viel gehalten für eine Finalentscheidung.“

Die nächste Zeit werde „krass“, weiß Hirscher, sei er doch nur im Rahmen des Weltcupfinales im März in Aspen einen Tag mit den neuen Riesentorlauf-Ski gefahren. „Das waren drei Fahrten, seither nie wieder. Ich weiß nicht, wie wir das lösen können. Da kommt eine g‘scheite Wucht auf uns zu. Qualität ist jetzt ganz wichtig. Schlechte Trainingstage wird es geben, aber wir müssen versuchen, sie im Rahmen zu halten.“

Dass Slalom-Coach Marko Pfeifer den zweiten Durchgang am Sonntag gesetzt hatte, brachte seinen Schützlingen kein Glück. Sie blieben allesamt weit unter den Erwartungen. Marco Schwarz fiel von 7 auf 13 zurück, Michael Matt von 9 auf 14, der zur Halbzeit 19. Manuel Feller schied im Finale aus, ebenso wie der 21. Marc Digruber.

ÖSV-Slalom-Asse selbstkritisch

Allesamt zeigten sich selbstkritisch. Dass der Speed passt, sah man bei Feller, der auf dem Weg zu einer tollen Bestzeit kurz vor dem Ziel ausschied. „Der Speed ist noch da, aber ich habe immer noch das gleiche Problem, dass ich meine Läufe nicht ins Ziel bekomme. Es ist nicht so super, wenn man so in die Saison startet. Kopf hoch und das positive Gefühl mitnehmen, dass ich schnell bin. Weiterarbeiten und im nächsten Rennen wieder Gas geben“, sagte der Tiroler.

Matt konnte sich mit dem Schnee „nicht so anfreunden“, normalerweise habe es in Levi um die minus zwanzig Grad und sei viel aggressiver. „Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so schlecht gefahren bin. Ich habe nicht das Gefühl bekommen, damit ich attackieren kann.“ (APA)