Bezirk Kufstein

Langes Warten auf ein Dach über dem Kopf

© Otter

Bewohner in Kastengstatt-Kirchbichl ärgern sich über fehlendes Häuschen an Bushaltestelle. Und das bereits seit langer Zeit.

Von Wolfgang Otter

Kirchbichl –Im Oktober 2016 war der Kirchbichlerin Johanna Moritz-Leitner der Kragen geplatzt. In einer E-Mail an die TT ließ sie ihrem Unmut über zwei sich gegenüberliegende Bushaltestellen in Kirchbichl-Kastengstatt freien Lauf. Den Fahrgästen fehlt nämlich beim Warten auf den Bus ein Dach über dem Kopf und beim Überqueren der Straße ein Zebrastreifen.

13. November 2017: Die Bank bei der Haltestelle ist voller Schnee. Ein Dach über dem Kopf haben die Fahrgäste noch immer nicht. „Inzwischen ist ein Jahr vergangen und es hat sich schlichtweg nichts getan“, macht sich Moritz-Leitner in einer neuerlichen E-Mail an die TT Luft.

Zwar hatte Bürgermeister Herbert Rieder im Vorjahr zugesagt, dass die Überdachung der Haltestellen im Laufe des Jahres 2017 erfolgen werde, aber mit dem Schneefall gestern befürchtet Moritz-Leitner eine neuerliche Verzögerung.

„Andere Gemeinden bauen, wenn kein Schnee liegt, Kirchbichl ist anders. Wir bauen, wenn schlechtes Wetter ist und es vielleicht schon so kalt ist, dass man nichts mehr machen kann“, ärgert sich die Kirchbichlerin und fügt an: „Man ist es leid, als Staatsbürger nicht ernst genommen zu werden, wehe, es geht einmal um größere Probleme der Bevölkerung als um ein oder zwei simple Bushäuschen.“

„Wir haben im Vorjahr versprochen, die Häuschen im Laufe des heurigen Jahres aufzustellen, und das werden wir auch einhalten“, sagt Kirchbichls Bürgermeister Herbert Rieder. Die dafür notwendigen rund 14.000 Euro (ungefähr 7000 Euro pro Wartehäuschen) mussten vorher noch in den Haushaltsvoranschlag aufgenommen werden und zudem noch einige „Dinge abgeklärt werden“, sagt Rieder zur TT. „Vor dem Winter stehen die beiden Häuschen“, verspricht Rieder mit dem Verweis, dass es wieder aufhören wird zu schneien. Auch wenn es zumindest nun trockenere Zeiten für die wartenden Fahrgäste gibt, ein Sicherheitsmanko bleibt: Es fehlt ein Zebrastreifen im Bereich der beiden Wartehäuschen, die von vielen Schülern aus den beiden Kirchbichler Siedlungen entlang der Landesstraße frequentiert werden. Die Gemeinde, so der Kirchbichler Bürgermeister, habe sich aber bei der Behörde die Zähne ausgebissen. Es gab keine Genehmigung für das Anlegen eines Zebrastreifens an der Stelle.

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