China und Vietnam wollen Streit um Meeresgebiet entschärfen
Hanoi/Peking (APA/AFP) - China und Vietnam wollen ihren Territorialstreit um Gebiete im Südchinesischen Meer entschärfen. Am Rande eines Tre...
Hanoi/Peking (APA/AFP) - China und Vietnam wollen ihren Territorialstreit um Gebiete im Südchinesischen Meer entschärfen. Am Rande eines Treffens der Präsidenten Xi Jinping und Tran Dai Quang in Hanoi veröffentlichten die Länder am Montag eine Erklärung, in der sie sich zum Verzicht auf alle Schritte verpflichten, „die den Streit verkomplizieren oder ausweiten“.
Ziel sei es, mit dem Streit „gut umzugehen“ und im Südchinesischen Meer „Friede und Stabilität“ walten zu lassen. In den vergangenen Jahren waren die Spannungen zwischen beiden Ländern mehrfach wegen des Streits um das Meeresgebiet eskaliert. Vor einigen Monaten musste Vietnam - offenbar auf Druck Pekings - ein Ölerkundungsprojekt in einem von China beanspruchten Meeresgebiet einstellen.
China beansprucht praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich und untermauert dies mit der umstrittenen Aufschüttung künstlicher Inseln. Diese sind so beschaffen, dass dort Militäreinrichtungen gebaut werden können.
Vietnam und andere Anrainerstaaten wie die Philippinen, Brunei und Malaysia erheben ebenfalls Ansprüche auf Teile des Seegebiets, in dem große Öl- und Gasvorräte vermutet werden. Die USA haben Peking wiederholt vor einer Militarisierung des Gebiets gewarnt, durch das wichtige Handelsrouten verlaufen.
US-Präsident Donald Trump hatte sich am Sonntag bei seiner Asien-Reise als Vermittler im Streit zwischen China und Vietnam angeboten. „Wenn ich schlichten oder vermitteln kann, lassen Sie es mich bitte wissen, ich bin ein sehr guter Vermittler“, sagte er in Vietnam.
Chinas Außenministerium will das Angebot aber offenbar nicht annehmen. Ministeriumssprecher Geng Shuang sagte am Montag in Peking: „Wir hoffen, dass Länder außerhalb der Region die Anstrengungen der Länder in der Region respektieren, die regionale Stabilität im Südchinesischen Meer zu bewahren.“