Bosnisch-serbischer Präsident glaubt weiter an Unabhängigkeit
Sarajevo/Banja Luka (APA) - Der Präsident der bosnischen Serbenrepublik, Milorad Dodik, glaubt weiter an eine Unabhängigkeit der Republika S...
Sarajevo/Banja Luka (APA) - Der Präsident der bosnischen Serbenrepublik, Milorad Dodik, glaubt weiter an eine Unabhängigkeit der Republika Srpska. „Die unabhängige (Republika, Anm.) Srpska wird uns wie ein reifer Apfel in den Schoß fallen“, sagte Dodik der Belgrader Tageszeitung „Vecernje novosti“ (Montagsausgabe). Bosnien-Herzegowina als Staat sei unhaltbar, bekräftigte er.
Das bosnisch-serbische Parlament hatte erst in der Vorwoche beschlossen, das eigentlich für nächstes Jahr geplante Unabhängigkeitsreferendum auszusetzen. Dodik bekräftigte, dass er sich mit „politischen Mitteln“ für die Unabhängigkeit einsetzen werde.
Der Serbenführer nutzte das Interview für einen neuerlichen Frontalangriff auf seinen Erzfeind, den internationalen Bosnien-Beauftragten Valentin Inzko. Der österreichische Diplomat müsse gehen und sein Amt sei ersatzlos zu streichen. Inzko sei ein „netter internationaler Hochstapler“. Er verdiene monatlich 24.000 Euro und zahle keine Steuer, kritisierte Dodik.
Der Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina überwacht seit Kriegsende Ende 1995 die Umsetzung der zivilen Aspekte des Dayton-Abkommens.