Europas Leitbörsen zu Mittag uneinheitlich
Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben am Montag im Mittagshandel keine einheitliche Richtung gefunden. Der Euro-Stoxx-50 ...
Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben am Montag im Mittagshandel keine einheitliche Richtung gefunden. Der Euro-Stoxx-50 fiel gegen 12.00 Uhr um 8,65 Einheiten oder 0,24 Prozent auf 3.585,11 Punkte. Auch der DAX in Frankfurt notierte um 35,57 Einheiten oder 0,27 Prozent leichter bei 13.091,90 Punkten.
Der FTSE-100 der Börse London gewann dagegen moderate 10,23 Zähler oder 0,14 Prozent und steht nun bei 7.443,22 Stellen. Am Markt wurde von Zurückhaltung gesprochen. Es sei eine „Risikoaversion“ spürbar, kommentierte Analyst Christian Schmidt von der Helaba. „Offensichtlich scheinen die Marktteilnehmer nun bereit zu sein, die erreichten Bewertungsniveaus kritisch nachzufragen.“ Wichtige Konjunkturdaten stehen zum Wochenstart nicht auf dem Programm.
Zudem macht die Berichtssaison in Europa zum Wochenstart Pause. Die Anleger richteten ihren Fokus damit wieder auf andere Themen. Neuigkeiten kamen unter anderem aus der Luftfahrtbranche.
So hat Airbus weiter Sorgen wegen seinem kaum gefragten Flaggschiff A380 und hat auf der Luftfahrtmesse in Dubai einen schlechten Start erwischt. Am Wochenende hatte der Flugzeugbauer noch mit einem Großauftrag über 36 A380-Exemplare von der arabischen Fluggesellschaft Emirates gerechnet. Stattdessen kündigte die Airline eine milliardenschwere Bestellung über 40 Boeing-Langstreckenflieger vom Typ „Dreamliner“ an - und zwar in der längsten Ausführung 787-10. Airbus-Aktien notierten um 0,36 Prozent leichter.
Indessen will die deutsche Lufthansa bis zu 250 Mio. Euro in die krisengeschüttelte Alitalia stecken. Der Betrag könnte aufgrund von Vereinbarungen mit der italienischen Regierung sogar verdoppelt werden, berichtete die Tageszeitung „Il Messaggero“. Zudem sollen bei der Alitalia 2.000 Jobs wegfallen, vor allem im administrativen Bereich.
Gleichzeitig kündigte Lufthansa-Chef Carsten Spohr tausend weitere innerdeutsche Flüge pro Monat an um den Kapazitätsengpass behoben zu beheben, der durch den Wegfall der Flüge der insolventen Air Berlin entstanden war. Außerdem sollen 2018 8.000 neue Beschäftigte an Bord der Lufthansa kommen, die Hälfte davon sollen Flugbegleiter sein. In Frankfurt notierten die Lufthansa-Papiere um 1,13 Prozent leichter.
Daneben hat der französische Energiekonzern EDF seinen Ausblick für 2018 gesenkt. Die Aktien sackten um 8,73 Prozent ab. In London rückten die Aktien von Glencore mit minus 0,70 Prozent in den Fokus. Der Bergbaukonzern weitete seinen Einfluss beim peruanischen Bergbauunternehmen Volcan Compania Minera aus und hält nach einem Kaufangebot nun 55,03 Prozent der stimmberechtigten A-Aktien. Dafür legte Glencore 734 Mio. Dollar auf den Tisch.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA238 2017-11-13/12:06