Adventmärkte - Punsch, Bratwürstelduft, Polizeipräsenz in OÖ

Linz (APA) - Die Adventmärkte in Oberösterreich warten auch heuer mit dem traditionellen Programm auf - reichlich Brauchtum, jede Menge Besc...

Linz (APA) - Die Adventmärkte in Oberösterreich warten auch heuer mit dem traditionellen Programm auf - reichlich Brauchtum, jede Menge Beschaulichkeit und viele Kalorien. Wie bereits im Vorjahr werden sich aber unter die Christkindldarsteller, Maronibrater und Punschtrinker auch verstärkt Polizeikräfte mischen, um die Sicherheit der Marktstandler und Besucher zu gewährleisten.

Seit dem Terroranschlag auf den Berliner Adventmarkt im Vorjahr hat die Exekutive derartige Veranstaltungen besonders im Auge. Auch heuer wird die Polizeipräsenz auf den Weihnachtsmärkten wieder ähnlich hoch sein. Wie genau die Absicherung erfolgt - etwa ob auch technische Maßnahmen ergriffen werden -, entscheidet man von Fall zu Fall.

Gut beschützt können die Besucher etwa beim Adventmarkt am historischen Stadtplatz von Steyr traditionell arbeitenden Handwerkern über die Schulter schauen - auch wenn man etwas Abstand halten sollte, wenn der Nagelschmied am offenen Feuer die Funken sprühen lässt. Mit der Steyrtal Museumsbahn kann man zum Adventmarkt nach Steinbach fahren, wo der Ortsplatz in einen großen Adventkalender verwandelt wird. Wirklich zu Hause ist das Christkind aber im Steyrer Stadtteil Christkindl, genauer gesagt in der gleichnamigen Wallfahrtskirche mit dem 300 Jahre alten wächsernen Jesuskind. Nebenan im Sonderpostamt können Kinder „Briefe an das Christkind“ schicken und die Erwachsenen Weihnachtsgrüße an ihre Lieben mit einer besonderen Note abstempeln lassen.

In Linz mündet die Einkaufsmeile Landstraße am Hauptplatz und im Volksgarten in stark frequentierte Märkte. Wem der Trubel und Hektik zu viel werden, der kann beim Wintermarkt am Pfarrplatz und bei der „Dorf-Weihnacht“ in der Altstadt beschaulichere Advent-Stimmung genießen. Die Welser Weihnachtswelt bietet neben dem Almhüttendorf der „Bergweihnacht“ allerhand für die Jüngsten: Ringelspiele, ein Streichelzoo oder eine Rodelrampe warten, und im Ledererturm trifft man das Christkind persönlich.

Brauchtumsbetonter geht es im Salzkammergut zu: Alpenländisches Flair und internationale Gäste zeichnen den Adventmarkt in Hallstatt aus. Mit einem geliehenen „Dirndl to go“ ist man passend ausstaffiert, um im breiten Angebot von Kunsthandwerk zu stöbern und süßes Gebäck oder geräucherte Fische aus dem See sowie natürlich wärmende Getränke zu genießen. Original „Hand‘gmachtes“ kann man auch in der Kaiserstadt Bad Ischl in der historischen Trinkhalle erstehen. Wem nach Bratwürsteln und Raclettebroten der Sinn nach Bewegung an der frischen Luft steht, der zieht die Schlittschuhe an und gleitet auf dem „Kaisereis“ durch den Kurpark. Beim Traunsee Schlösseradvent erstrahlen nicht nur das Seeschloss Ort und das gleichnamige Landschloss in weihnachtlichem Glanz. Auch der Traunsee wird mit schwimmenden Christbäumen geschmückt, die Besucher wandeln auf einer Brücke über das illuminierte Wasser.

Aber auch im Innviertel gibt es reichlich vorweihnachtliches Programm: Ein romantisches Ambiente bietet die Waldweihnacht am Baumkronenweg in Kopfing im Sauwald: Kerzenlicht, wohin das Auge reicht, Hirtenspiele, traditionelles Handwerk und Motorsägen-Schnitzer, Punschhütten - und natürlich allerlei Schmankerln, bei denen Naschkatzen ebenso glücklich werden wie Freunde des Deftigen. Schärding lädt ab 24. November zur „Punschzeit am Stadtplatz“. Nach Einbruch der Dunkelheit verwandelt sich das Zentrum der Innviertler Barockstadt mithilfe der „Lichtspiele“ in eine bunt strahlende Weihnachtswelt.