Adventmärkte - Steiermark zwischen Lebkuchenduft und Sicherheit

Graz (APA) - Mit dem Advent ziehen in der Steiermark Lebkuchenduft, kunstvolle Krippen und besinnliche Stunden ein. Abgesehen vom Zugpferd G...

Graz (APA) - Mit dem Advent ziehen in der Steiermark Lebkuchenduft, kunstvolle Krippen und besinnliche Stunden ein. Abgesehen vom Zugpferd Grazer Advent, der mit neuem Sicherheitskonzept aufwartet, wird in den Regionen eine ganze Palette an Advent-Veranstaltungen geboten: Auf der Riesneralm findet zum ersten Mal der „Gipfeladvent“ statt, Soldaten backen mit Kindern und bei Lava Bräu gibt es Hochprozentiges.

Für den Grazer Advent haben sich die Behörden und die Stadt ein Sicherheitskonzept überlegt, das auf den Erkenntnissen aus dem Vorjahr basiert. Sicherheitsmanager Wolfgang Hübel schilderte im APA-Gespräch, dass z. B. mit Plakatwänden praktisch getarnte Hindernisse, konkret handelt es sich um Betonelemente, an neuralgischen Punkten aufgestellt werden. Zusätzlich werden Fahrzeuge von der Polizei bei Bedarf als Barrieren geparkt, um eine Einfahrt zu den Märkten zu verhindern.

Laut Hübel sind aber die Zufahrten zu den Grazer Adventmärkten überwiegend schwierig, schon gar mit Schwung. Dennoch habe man für den Fall einer konkreten Bedrohung immer noch die Möglichkeit, zusätzliche Betonelemente aufzustellen. Das habe sich zuletzt beim „Aufsteirern“ bewährt, lege aber die Straßenbahn in der Innenstadt lahm. Der Sicherheitsmanager erklärte auch, dass derzeit an neuen Hindernissen unter dem Arbeitstitel „Security by Design“ gearbeitet werde. Ein Pilotprojekt soll noch vor dem kommenden Sommer auf einem Grazer Platz anlaufen.

Wer den zumeist großen Menschenansammlungen auf den Grazer Märkten entgehen will, sollte in der Vorweihnachtszeit in die Regionen: Die Veranstalter des neuen „Gipfeladvent auf der Riesneralm“ in der Obersteiermark wollen sich „von jeglichem Kommerz“ abheben, der mittlerweile bei Adventmärkten Einzug gehalten habe. In der stillsten Zeit des Jahres sollen die Besucher einen stimmigen, stressfreien Advent finden. Das Motto lautet: „Auffi fahrn zum Owi‘kemman“. Präsentiert werden am 8. und 9. Dezember Musik, altes Handwerk und eine lebendige Krippe auf rund 1.900 Meter Seehöhe.

Bereits zum vierzehnten Mal läuft die Aktion „Soldaten und Kinder backen Hilfe“ des Bundesheers in der Steiermark. In den vergangenen Jahren konnten mehr als 71.000 Euro an Spendengeldern für soziale Projekte lukriert werden. Ziel dieser Aktion ist das gemeinsame Erleben von „Hilfe leisten“. Dabei soll den Kindern gezeigt werden, wie mit geringen Mitteln und unter persönlichem Einsatz benachteiligten Mitmenschen geholfen werden kann. Gebacken wird noch im November. Die Kekse werden dann im Dezember in Einkaufszentren für den guten Zweck verkauft.

Wer den Advent unter der Dachsteinkulisse verbringen will, dürfte bei der Schladminger Bergweihnacht von 24. November bis 24. Dezember gut aufgehoben sein: Am Hauptplatz der Planai-Stadt werden Handwerk und steirische Köstlichkeiten angeboten. Ein Highlight ist der „Adventzauber in der Klamm“, bei dem Fackeln und Lichtspiele die Talbachklamm in eine mystische Welt der Engel, Märchenerzähler und Musikanten verzaubern.

Ähnlich besinnlich werden die Stunden im Österreichischen Freilichtmuseum in Stübing gestaltet: Ende November können selbst Adventkränze gebunden werden, am ersten Dezember-Wochenende lockt „Advent wie er früher war“ - mit „Tannengraß und Lebzeltstern“.

Freunde von hochprozentigen Genüssen kommen beim Adventabend am 1. Dezember im Lava Bräu, einer Whisky- und Braumanufaktur im oststeirischen Vulkanland, auf ihre Kosten: Geboten werden Spezialitäten, Fasslagerbesichtigungen und „Steirisch Coffee“.

Die diesjährige Weihnachtsausstellung des Grazer Diözesanmuseums hat bereits geöffnet: „Aufgeputzt und reich behangen ...“ zeigt allerlei Christbaumschmuck und Weihnachtskrippen aus der Sammlung von Ulrike Eberhart. Die Ausstellung ist bis 14. Jänner zu sehen.