Lockruf des Geldes: Schubert hebt nach China ab
Österreichisches Trio bei den China Open am Start – Jan Luca Posch und Anna Stöhr sicherten sich Tiroler Boulder-Titel.
Von Max Ischia
Innsbruck, Kranj –Wäre ja zu schade gewesen. Da klettert Jakob Schubert beim Weltcupfinale am Wochenende in Kranj (SLO) wie von einem anderen Stern und dann ist die Vorstiegsaison vorbei. Ist sie auch – zumindest auf Weltcupebene. Da trifft es sich gut, dass am Wochenende die China Open, ein Einladungsevent in Guangzhou, locken. Dafür qualifiziert sind u. a. die Top Ten der Weltrangliste in den Disziplinen Bouldern, Vorstieg und Speed. „Eine gute Gelegenheit“, wie Schubert lächelnd einwirft, „noch ein bisserl Geld zu verdienen.“ Während der Vizeweltmeister für seinen Triumph beim Weltcupfinale einen 3150-Euro-Scheck („Das muss ich noch versteuern“) erhielt, winkt in der chinesischen Millionenmetropole (über elf Millionen Einwohner) das Dreifache. Dazu werden Flug und Hotel seitens der Veranstalter bezahlt. Aus rotweißroter Sicht sitzen am Mittwoch auch noch Max Rudigier und Jessica Pilz im Flieger nach China.
Nach dem finalen Asien-Abstecher legt Schubert eine einwöchige Trainingspause ein, ehe der 26-Jährige den Fokus bereits aufs nächste Jahr legt. 2018 steht schließlich die Heim-Weltmeisterschaft in Innsbruck (6. bis 16. September) auf dem Kalender. Der unbestrittene Höhepunkt für alle österreichischen Kletterer. Zuvor freilich zieht es Schubert an den Felsen, kurz vor Weihnachten geht es schon traditionell nach Katalonien. „Für mich das Beste, um entsprechend ins neue Jahr zu starten.“
Gestartet wurde am Wochenende auch die neue Saison im Austria Cup der Boulderer. Die Salzburgerin Celina Schoibl (16) und Jan Luca Posch (19) gewannen den Auftaktbewerb in Innsbruck, die zugleich ermittelten Tiroler Meister heißen Anna Stöhr und eben Posch.