Brucknerhaus-Chef Frey blickt zufrieden auf Linzer Jahre zurück

Linz (APA) - Hans-Joachim Frey (52), künstlerischer Vorstandsdirektor der Linzer Veranstaltungsgesellschaft (LIVA), und damit künstlerischer...

Linz (APA) - Hans-Joachim Frey (52), künstlerischer Vorstandsdirektor der Linzer Veranstaltungsgesellschaft (LIVA), und damit künstlerischer Leiter des Brucknerhauses, beendet mit Ende des Monats diese Tätigkeit. Er wird künftig in Sotschi (Russland) am Schwarzen Meer ein neues Kultur- und Kongresszentrum aufbauen und leiten. In einer Pressekonferenz am Montag zog er Bilanz über seine fünf Jahre in Linz.

Im Brucknerhaus wird Frey mit einem „festlichen Galakonzert“ am 27. November verabschiedet, dann übernimmt Nachfolger Dietmar Kerschbaum die Regie im Haus an der Donaulände. Er blicke sehr zufrieden auf die vergangenen Jahre zurück, sie seien „wunderbar“ gewesen, wenngleich „sich Linz und ich aneinander gewöhnen mussten“, so Frey. „Das Brucknerhaus Linz steht für mich in der Mitte der Gesellschaft und repräsentiert Weltoffenheit, Internationalität, Vielfalt und oberste Qualität.“ Er sei der Meinung, dass dies sehr gut gelungen ist. In diesem Zusammenhang verwies der Deutsche auf das für ihn so wichtige Konzept der Internationalisierung, unter anderem mit China, Südkorea, Russland und anderen Ländern.

Ein Anliegen sei ihm auch gewesen, neben dem Brucknerfest eine Festivalstruktur im Brucknerhaus zu verwirklichen, mit monatlichen Schwerpunkten etwa zur Weihnachtszeit, mit Passionsmusik, mit Klavier-, Barock- oder zeitgenössischer Musik. Aus dem jüngsten Linzer Kontrollamtsbericht gehe - so Frey - auch hervor, dass die LIVA „alle Punkte positiv umgesetzt habe“. Frey wird Linz „stets verbunden bleiben und regelmäßig zurückkommen“. Dazu behält er auch seine Wohnung in der Stadt.

Das Abschieds- und Galakonzert wird vor allem vom Tschaikowsky Symphonieorchester Moskau unter Wladimir Fedossejew gestaltet. Im Mittelpunkt steht dabei die Uraufführung der Symphonie Nr. 9 des jungen russischen Komponisten Anton Lubchenko. Er nennt das knapp 20-minütige viersätzige Werk - nach einem ersten Aufenthalt in Linz vor vier Jahren - „Linzer Symphonie“.

Das Programm des Abends enthält außerdem Werke von Mozart, Brahms, Rachmaninow, Bruckner u.a. Auch die unter Frey entstandene enge Zusammenarbeit des Brucknerhauses mit der Anton Bruckner Universität Linz findet im Programm und den Mitwirkenden des Konzerts Berücksichtigung. Schlussendlich wird es manche Überraschung und Dankansprachen an Frey geben.

(S E R V I C E - „Feierliches Galakonzert“ mit u.a. Tschaikowsky Symphonieorchester Moskau, am 27. November 2017 im Brucknerhaus Linz, Großer Saal; Karten und weitere Infos unter www.brucknerhaus.at)