Rohstoffe (Nachmittag) - US-Ölpreis im Verlauf etwas höher

Wien (APA) - Der US-Ölpreis hat am Montag im späten europäischen Handel leicht höher gegenüber dem Vortag tendiert. Kurz vor 17.00 Uhr koste...

Wien (APA) - Der US-Ölpreis hat am Montag im späten europäischen Handel leicht höher gegenüber dem Vortag tendiert. Kurz vor 17.00 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) 56,93 Dollar und damit um 0,33 Prozent mehr als am Freitag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 63,46 Dollar gehandelt, und damit knapp behauptet gegenüber zuletzt.

Die Ölpreise zeigten sich zu Wochenbeginn nur wenig verändert. Leichte Abschläge im Frühhandel wurden von den Commerzbank-Analysten mit einer möglichen Reaktion auf Zahlen von Baker Hughes zur Bohraktivität in den USA vom Freitag erklärt. Die US-Schieferölunternehmen scheinen auf die deutlich gestiegenen Ölpreise zu reagieren und wieder verstärkt nach Öl zu bohren, hieß es in einer aktuellen Studie. Die Zahl der aktiven Ölbohrungen stieg in der vergangenen Woche um 9 auf 738. Das war der stärkste Wochenanstieg seit Ende Juni. Damit wurde auch der Rückgang der Bohraktivität in der Vorwoche wieder wettgemacht.

Die großen Öl-Nationen steuern auf eine baldige Entscheidung über ihre gemeinsame Förderbremse zu. Das OPEC-Kartell und zehn weitere Länder dürften schon bei ihrem Treffen am 30. November beschließen, ob sie die aktuellen Produktionskürzungen verlängern werden. Das machten die Ölminister der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und des Oman am Montag auf einer Branchenkonferenz deutlich.

Ferner wurde bekannt, dass die OPEC vor dem Hintergrund einer anziehenden Weltwirtschaft die Prognose für die Nachfrage nach Rohöl aus den Mitgliedsstaaten erhöht hat. Für 2018 rechnet das Kartell mit einer Nachfrage nach OPEC-Öl in einem Volumen von durchschnittlich 33,4 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag, hieß es in dem Monatsbericht. Damit erhöhte die OPEC ihre Nachfrageprognose um täglich 0,4 Millionen Barrel.

Das Gold-Nachmittagsfixing in London lag bei 1.277,95 Dollar und damit etwas unter dem Freitagnachmittags-Fixing von 1.284,30 Dollar. Damit tendierte auch der Goldpreis zu Wochenbeginn nur wenig verändert.

Am Freitagnachmittag hatte Gold in einem Rutsch 10 Dollar verloren, da an der Comex in New York innerhalb von 10 Minuten fast 40.000 Kontrakte gehandelt worden waren. Möglicherweise hat der Anstieg der Anleiherenditen in den USA zu Verkäufen bei Gold geführte, hieß es dazu von den Commerzbank-Experten. Aufschluss hierüber können möglicherweise die CFTC-Daten am Freitag geben. Die ETF-Anleger haben am Freitag allerdings 3,6 Tonnen Gold gekauft, hieß es weiter.