Save the Children: ASEAN-Teilnehmer müssen Rohingya unterstützen

Berlin/Manila/Yangon (Rangun) (APA/dpa) - Die Kinderrechtsorganisation Save the Children hat die Teilnehmer des ASEAN-Gipfels aufgefordert, ...

Berlin/Manila/Yangon (Rangun) (APA/dpa) - Die Kinderrechtsorganisation Save the Children hat die Teilnehmer des ASEAN-Gipfels aufgefordert, sich für ein Ende der Gewalt gegen die Rohingya einzusetzen. „Der Regierung von Myanmar muss klar gemacht werden, dass ihr politische und wirtschaftliche Konsequenzen drohen, wenn sie weiterhin ihrer Schutzpflicht nicht nachkommt“, erklärte Regionaldirektor Hassan Noor Saadi laut Mitteilung am Montag.

Die Staats- und Regierungschefs müssten gemeinsam eine Veränderung herbeiführen und sich für den Schutz der in Myanmar lebenden muslimischen Minderheit stark machen.

Auf den Philippinen tagt seit Montag die Gemeinschaft Südostasiatischer Staaten (ASEAN). Save the Children fordert unter anderem, dass die Rohingya-Flüchtlinge bei ihrer freiwilligen und sicheren Rückkehr in ihre Herkunftsorte unterstützt werden. Die Verbrechen gegen die Minderheit müssten strafrechtlich verfolgt werden.

Seit August sind mehr als 600.000 Rohingya aus Myanmar geflohen. Viele von ihnen hatten UN-Ermittlern von Gewalttaten durch das Militär berichtet, darunter Massentötungen, Vergewaltigungen und Brandschatzungen. Im Nachbarland Bangladesch leben sie häufig unter unmenschlichen Bedingungen in Flüchtlingslagern. Das buddhistisch geprägte Myanmar betrachtet die Rohingya als illegale Einwanderer und verweigert den meisten die Staatsbürgerschaft.