Bezirk Innsbruck-Land

Fragezeichen hinter Anbindung an neuen Bahnhalt

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Hall, Thaur – Mit Fahrplanwechsel am 10. Dezember geht die neue S-Bahn-Haltestelle „Hall-Thaur“ planmäßig in Betrieb. Künftig halten hier Zü...

Hall, Thaur –Mit Fahrplanwechsel am 10. Dezember geht die neue S-Bahn-Haltestelle „Hall-Thaur“ planmäßig in Betrieb. Künftig halten hier Züge im Halbstundentakt – wovon vor allem Pendler, die im großen, ca. 2000 Arbeitsplätze zählenden Gewerbegebiet tätig sind, profitieren.

Für viele Bahnnutzer, die künftig in Hall/Thaur einsteigen, stellt sich aber die Frage, wie sie zur Haltestelle gelangen sollen. Parkplätze wären nur auf Privatgrund nördlich der Bahnstrecke, auf Haller Gemeindegebiet, möglich. „Ob und wie dort Parkplätze entstehen können, hängt von den laufenden Verhandlungen mit den Grundeigentümern ab, es ist alles offen“, erklärt BM Eva Maria Posch aus Hall.

Auch die öffentliche Anbindung von Thaur an den peripheren Bahnhalt ist noch zu klären. Möglich wäre dies über das bestehende Thaurer Dorftaxi. Denkbar wäre aber auch, nach Ablauf der Vereinbarung mit dem Dorftaxi auf eine Buslinie umzusteigen, erklärt BM Christoph Walser. Man habe mit dem Verkehrsverbund Tirol (VVT) über eine fixe Route – die von Kapons im Norden bis zum Bahnhalt im Süden führen würde – verhandelt. „Wir haben einen konkreten Fahrplanvorschlag samt Kostenaufstellung erhalten, den ich dem Verkehrsausschuss zur Diskussion weitergeleitet habe“, so Walser. „Eine professionelle Anbindung über den VVT wäre die bessere, aber auch teurere Lösung“, sie würde die Gemeinde ca. 80.000 bis 90.000 Euro pro Jahr kosten. „Wir müssen nun entscheiden, ob es uns das wert ist.“

Auch für Radpendler gibt es offene Fragen: So seien die Lifte bei der bestehenden Bahnunterführung zu klein für Räder, meint ein Thaurer zur TT. Auch ein Radständer sei nötig. „Die Unterführung wurde seinerzeit nach Auflassung des beschrankten Bahnübergangs gemäß den damals geltenden Normen errichtet“, erklärt BM Posch dazu, „es handelt sich um eine Fußgängerunterführung.“ Und: Radpendler, die etwa von Thaur aus zur Haltestelle fahren, „müssen das Rad im Regelfall ja nicht durch die Unterführung schieben“.

Bei den ÖBB freut man sich über die neue Haltestelle. „Wermutstropfen“ sei, dass die Überdachung der Wartebereiche mangels freier Kapazitäten im Baunebengewerbe erst im Frühjahr erfolgen wird, so Pressesprecher Christoph Gasser-Mair. „Wir bitten hier um Verständnis.“ (md)

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