Drohne unterstützt künftig die Feuerwehren in Tirol
Ein Hexacopter des Bezirksverbandes Kufstein kommt bei Großschäden, Bränden und zur Vermisstensuche zum Einsatz.
Von Michael Mader
Kufstein –Drohnen halten nun auch Einzug bei der Feuerwehr. Bei einer Ausschusssitzung des Bezirksfeuerwehrverbandes im heurigen Sommer wurde beschlossen, ein Konzept über Drohnen im Feuerwehrdienst auszuarbeiten. Bereits Ende September konnte der Vorschlag vom „Drohnenteam“ dem Landesfeuerwehrverband präsentiert werden. Der Bezirksfeuerwehrverband Kufstein wurde daraufhin beauftragt, das Pilotprojekt umzusetzen.
Zuvor hatte das Team mit Andreas Oblasser, Stefan Thaler und Robert Marksteiner zahlreiche Produkte von verschiedenen Drohnenherstellern aus Österreich und Deutschland getestet. Schlussendlich wurde ein Hexacopter mit einer Videokamera, einer Wärmebildkamera und einem Suchscheinwerfer ausgewählt, der von einer Firma aus Ampass vertrieben wird. Die Kosten werden vom Land Tirol bzw. dem Landesfeuerwehrverband übernommen.
Die Drohne wiegt ca. 12 Kilogramm und hat eine Flugzeit von 40 Minuten. Sie wird von eigens ausgebildeten Feuerwehrmitgliedern bedient.
Ein Bereitschaftsdienst von jeweils drei Personen plus einer Führungsfunktion ist für die 24-stündige Einsatzbereitschaft verantwortlich.
Die Alarmierung erfolgt nach Anforderung durch eine Feuerwehr, einen Bezirksverband oder eine öffentliche Stelle, jeweils über die Leitstelle Tirol.
„Es gibt zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten: etwa bei großflächigen Objekten wie Hallen oder in der Landwirtschaft zur Brandverlaufsbeobachtung, für die Besichtigung von entstandenen Schäden durch Stürme an Brücken und Gebäuden, bei Massenkarambolagen, bei Wald- und Flächenbränden oder zur Suche nach Personen“, heißt es seitens des Bezirksfeuerwehrkommandos, das vorerst einmal mit Einsätzen im Bezirk Kufstein starten möchte.
Über den Bezirksfeuerwehrverband Kufstein (www. bfv-kufstein.at) werden jetzt noch Kameraden für den Bereitschaftsdienst gesucht.