Europas Leitbörsen schließen einheitlich schwächer
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag im Minus aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verlor 18,14 Einh...
Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag im Minus aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verlor 18,14 Einheiten oder 0,51 Prozent auf 3.556,38 Zähler. Der DAX in Frankfurt fiel um 0,31 Prozent auf 13.033,48 Punkte. In London schloss der FT-SE-100 mit einem Minus von 0,01 Prozent knapp behauptet.
Während die europäischen Börsen am Vormittag weitgehend positiv tendiert hatten, waren sie im Verlauf einheitlich in die Verlustzone gerutscht. Neben negativen Vorgaben aus Asien, startete die Wall Street ebenfalls tiefer.
Die Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten für Deutschland haben sich im November abermals erhöht. Der entsprechende Index des Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stieg von 17,6 Punkten im Oktober um 1,1 Punkte auf jetzt 18,7 Punkte. Die Industrieunternehmen im Euroraum haben ihre Produktion im September wie erwartet gedrosselt. Das Wirtschaftswachstum in der Währungsunion hat im Sommer ebenfalls leicht an Schwung verloren.
Der Euro-Stoxx-50 wurde am Dienstag von den Aktien des französischen Medienkonzerns Vivendi angeführt. Die Analysten von JPMorgan haben ihre Anlageempfehlung auf „Overweight“ angehoben und ihr Kursziel für die Vivendi-Papiere von 19 auf 40 Euro deutlich angehoben. Die Musiksparte des Konzerns wird als Wertetreiber angesehen. Zu Handelsschluss zeigte der Vivendi-Kurs ein Plus von 4,12 Prozent.
An zweiter Stelle des Leitindex für die Eurozone schlossen die Anteilsscheine der Sportmarke Adidas (plus 1,93 Prozent). Nach den Geschäftszahlen zum dritten Quartal von Adidas hat die britische Investmentbank HSBC ihr Kursziel für die Papiere des Sportartikelherstellers angehoben und die Kaufempfehlung mit „Buy“ bestätigt. Das unerwartet hohe operative Ergebnis (Ebit) unterstreiche das langfristige Potenzial zur Steigerung der Bruttomarge, hieß es in der Studie vom Dienstag.
Am unteren Ende der Kurstafel gingen die Aktien des Mineralölkonzerns Total (minus 1,36 Prozent), der Banco Santander (minus 1,37 Prozent) und des finnischen Kommunikationstechnikers Nokia (minus 1,87 Prozent) aus dem Handel.
An der Londoner Börse standen die Aktien des Mobilfunkanbieters Vodafone im Mittelpunkt. Der Konzern hat nach starken Halbjahreszahlen seine Prognose angehoben. Im Geschäftsjahr 2017/18 (bis Ende März) will er das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nun aus eigener Kraft um rund 10 Prozent auf 14,75 bis 14,95 Milliarden Euro steigern. Zuvor hatten 4 bis 8 Prozent Plus im Plan gestanden. Der Vodafone-Kurs ging um 5,12 Prozent höher an zweiter Stelle des „Footsie“ aus dem Handel. Noch stärker notierten mit einem Plus von 6,24 Prozent nur noch die Anteilsscheine des Handelsriesen Tesco.
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Index Änderung Änderung Zuletzt
Punkte Prozent Wien ATX 3.360,82 -22,03 -0,65 3.382,85 Frankfurt DAX 13.033,48 -40,94 -0,31 13.074,42 London FT-SE-100 7.414,42 -0,76 -0,01 7.415,18 Paris CAC-40 5.315,58 -26,05 -0,49 5.341,63 Zürich SPI 10.472,64 -27,41 -0,26 10.500,05 Mailand FTSEMIB 22.297,08 -140,56 -0,63 22.437,64 Madrid IBEX-35 9.990,40 -59,50 -0,59 10.049,90 Amsterdam AEX 541,73 -3,70 -0,68 545,43 Brüssel BEL-20 3.984,63 -22,94 -0,57 4.007,57 Stockholm SX Gesamt 1.628,48 -2,03 -0,12 1.630,51 Europa Euro-Stoxx-5 3.556,38 -18,14 -0,51 3.574,52
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Euro-Stoxx 387,08 -1,62 -0,42 388,70 ~
~ ISIN EU0009658145 ~ APA479 2017-11-14/18:32