Zürcher Börse schließt schwächer
Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Dienstagshandel mit einem leichten Minus beendet und knüpft damit an die nur am Mon...
Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Dienstagshandel mit einem leichten Minus beendet und knüpft damit an die nur am Montag unterbrochene Konsolidierungsbewegung an. Nach einem zunächst freundlichen Start rutschte der Leitindex SMI bereits früh wieder ins Minus und fiel nach einem schwachen Handelsstart an der Wall Street am Nachmittag zeitweise bis knapp an die Marke von 9.100 Punkten.
Die Zurückhaltung passe derzeit ins Bild, hieß es weiter. Selbst gute Konjunkturdaten, wie etwa das deutsche Wirtschaftswachstum, würden derzeit nicht dazu ausreichen, die Investoren von der Seitenlinie ins Spiel zu bringen. Die generelle Stimmung sei aber nach wie vor gut. Die Furcht vor einer größeren Korrektur gehe nicht um und die Hoffnung auf eine Jahresendrallye bestehe weiter.
Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,35 Prozent tiefer bei 9.130,48 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verlor 0,27 Prozent auf 1.477,85 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,26 Prozent auf 10.472,64 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln schlossen 17 im Minus, 12 im Plus und einer unverändert.
Die größten Abgaben unter den Blue Chips verbuchten LafargeHolcim (-1,4 Prozent). Offenbar wurde hier im Zusammenhang mit der Untersuchung zum Syrien-Fall von Lafarge die Konzernniederlassungen in Paris durchsucht. Zudem verweisen Händler auf einen sich abzeichnenden Bieterstreit um den südafrikanischen Zementhersteller PPC. Neben dem Weltmarktführer buhlen angeblich auch die britische CRH sowie Fairfax um PPC.
Sonova (-1,3 Prozent) knüpften an die Entwicklung vom Vortag an. Nach schwachen Halbjahreszahlen hatten die Papiere bereits am Montag zeitweise deutlich nachgegeben. Auch Logitech (-1,1 Prozent), ABB (-0,8 Prozent), Vifor Pharma (-0,6 Prozent) sowie die Uhrenwerte Richemont (-0,6 Prozent) und Swatch (-0,5 Prozent) verbuchten größere Abgaben. News gab es von Dufry (-0,4 Prozent). Der Reiseeinzelhändler hat die Ausschreibung für Geschäfte an acht schwedischen Flughäfen gewonnen.
Bei den Versicherern schlossen Swiss Life (-0,9 Prozent), Swiss Re und Zurich (je -0,4 Prozent) im Minus. Letztere hält am Mittwoch einen Investorentag ab und berichtet über Fortschritte bei den laufenden strategischen Initiativen und den finanziellen Zielen. Bâloise (+0,5 Prozent) legten im Vorlauf des Zwischenberichts zum dritten Quartal zu.
Die beiden Pharmatitel Novartis (-0,6 Prozent) und Roche (+0,1 Prozent) schlossen uneinheitlich. Zum Handelsstart hatten sie den SMI noch gestützt. Zu Novartis gab es die Nachricht, dass das Herzmittel Ilaris laut einer Studie eine signifikante Reduktion von kardiovaskulären Ereignissen bewirkt. Mit Nestlé (-0,5 Prozent) schloss auch das dritte Schwergewicht negativ.
Bei den Banktiteln pendelte Credit Suisse (+0,1 Prozent) um den Vortagesschluss und Julius Bär (+0,3 Prozent) legte leicht zu. Am Vorabend hatte die CS im Devisenskandal einen Vergleich mit einer Strafe von 135 Millionen US-Dollar in den USA gemeldet. Die Aktien der anderen Großbank UBS (-0,3 Prozent) gingen leichter aus dem Handel. Im Millionen-Streit mit den deutschen Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL) hat die Bank erneut Rechtsmittel in London eingelegt.
Den größten Aufschlag bei den Blue Chips verzeichneten Clariant, deren Aktien 1,7 Prozent höher schlossen. Die Dividendenpapiere des Chemiekonzerns profitierten dabei von der Aufnahme in den viel beachteten MSCI Equity Switzerland Index.
~ ISIN CH0009980894 ~ APA484 2017-11-14/18:47