Nationalteam

ÖFB-Kicker waren sich einig: Nicht perfekt, aber gewonnen

Österreichs Teamkicker ließen sich zum Jahresausklang von den Fans im Happel-Stadion feiern.
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Ein gelungener Systemwechsel zur Halbzeit und ein 2:1-Sieg gegen einen WM-Gegner standen beim Testspiel gegen Uruguay große Abstimmungsprobleme im ersten Durchgang in der Defensive gegenüber.

Wien – Österreichs Nationalmannschaft gelang am Dienstag im Happel-Stadion ein Prestige-Erfolg. Mit dem 2:1-Testspielsieg über den WM-Teilnehmer Uruguay im ersten Match unter Neo-Teamchef Franco Foda wurde ein Gegner geschlagen, der als Südamerika-Zweiter souverän das Ticket für Russland gelöst und die vergangenen vier Bewerbsspiele nicht verloren hat.

Die ÖFB-Teamspieler schwankten zwischen Zufriedenheit über den Sieg und den erfolgreichen Start unter Foda und der Erkenntnis, dass noch Luft nach oben ist. So meinte etwa Marko Arnautovic: „Es war solide, es war nicht perfekt. Aber wir haben gewonnen, das zählt. Ich bin zufrieden mit dem sieg und stolz auf die Jungs.“

„Je länger wir arbeiten, umso besser werden wir“

Die vier Topchancen der Uruguayer vor der Pause waren laut Arnautovic auch der mangelnden Routine geschuldet. „Wir haben eine junge Mannschaft, keine erfahrene wie Uruguay. Natürlich, nobody is perfect. Jeder macht Fehler, Fehler waren heute okay, weil sie nicht zu Toren geführt haben.“ Einige neue Spieler, ein neuer Trainer und eine neue Spielphilosophie - das alles gilt es nun so schnell wie möglich auf die Reihe zu bekommen. „Aber je länger wir arbeiten, umso besser werden wir“, versprach Arnautovic.

Auch Kapitän Julian Baumgartlinger bat um Geduld. „In erster Linie brauchen wir jetzt einmal Zeit. Diese Woche war schon sehr viel wert, damit man den Stamm der Spieler einmal sieht. Es kommen noch einige sehr gute Spieler, die verletzt waren, dazu.“

Systemwechsel als Schlüssel zum Erfolg

Positiv hob Baumgartlinger hervor, dass Foda nach dem durchwachsenen Auftritt in der ersten Hälfte von einem 4-4-2- auf 4-2-3-1-System umstellte. „Er hat gesehen, dass wir in der Mitte keinen Zugriff bekommen haben. Darauf haben wir reagiert, das hat funktioniert.“

Goalie Heinz Lindner war die Zufriedenheit ebenfalls anzumerken. „Wir haben dem Gegner großteils unser Spiel aufgezwungen. Die kleine Schwächephase Mitte der ersten Hälfte, in der sie vier Chancen hatten, müssen wir noch abstellen.“ Den Beistand von Fortuna hätte das ÖFB-Team in der WM-Qualifikation dringender benötigt. „Das sind so Spiele, die wir in der Quali noch verloren oder unentschieden gespielt hätten. Wir hatten wieder das Quäntchen Glück, das kommt aber nicht von ungefähr, das haben wir uns auch erarbeitet und uns durch eine starke Mannschaftsleistung verdient“, sagte Lindner. (APA)