Bezirk Landeck

Kulturgut im Unesco-Verzeichnis

Beim Unesco-Festakt in Wien: Präsidentin Eva Novotny, Helmut Pöll und Christof Pfeifer (v. l.) aus Galtür.
© Beck

Kommission überreichte Urkunden zu Galtürer Lawinenwissen und Zweidrittelgericht.

Galtür, Landeck –Gleich zweimal war der Bezirk Land­eck kürzlich bei einem Festakt der Unesco-Kommission Österreichs im Wiener Augartenpalais präsent. Helmut Pöll und Christof Pfeifer aus Galtür durften ebenso eine Urkunde abholen wie die Zweidrittelgericht-Delegation aus dem Stanzertal mit „Gewalthaber“ Alfons Falch, TVB-Direktor Martin Ebster und Bürgermeister Manfred Matt aus Pettneu.

Die Galtürer durften sich über die Aufnahme des Erfahrungswissens im Umgang mit Lawinengefahr in das immaterielle Kulturerbe-Verzeichnis der Unesco freuen. Die Gemeinde Galtür war mit dem Alpinarium der federführende Partner bei der Projekteinreichung. Das Know-how über Lawinen ist in den Bereich „Wissen und Praktiken in Hinblick auf die Natur und das Universum“ eingestuft worden. „Bis heute sind Lawinen nicht vollständig durch die Wissenschaft berechen- und vorhersagbar“, heißt es in der Erklärung der Unesco-Kommission. „Umso höher ist der Stellenwert von Erfahrungswissen im Umgang mit der Naturgefahr.“

Beim Kulturerbe Zweidrittelgericht Landeck steht traditionelle Almwirtschaft im Stanzertal im Mittelpunkt, die bis heute nach überlieferten Regeln funktioniert. Einen besonderen Stellenwert haben die „Hutverlassung“ sowie das Amt des „Gewalthabers“ – die TT berichtete.

Heimatforscher Kurt Tschiderer aus Pettneu sieht mit der Aufnahme ins Kulturerbe-Verzeichnis eine Aufgabe verknüpft: „Wir möchten dieses einzigartige Kulturgut der Bevölkerung und auch den Urlaubern näherbringen.“ Das alte Wissen soll multimedial aufbereitet werden. (hwe)

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