Börse Frankfurt im Eröffnungshandel schwächer - DAX unter 13.000

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der erneute Kursanstieg des Euro hat am Mittwoch dem deutschen Aktienmarkt weiter zugesetzt. Der DAX, der ...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der erneute Kursanstieg des Euro hat am Mittwoch dem deutschen Aktienmarkt weiter zugesetzt. Der DAX, der in der vergangenen Woche noch ein Rekordhoch bei 13.525 Punkten erreicht hatte, sackte unter die Marke von 13.000 Punkten. Im frühen Handel fiel der deutsche Leitindex um 0,73 Prozent auf 12 937,69 Punkte.

Bleiben positive Impulse in den kommenden Tagen aus und der Euro weiter stark, dürfte sich die Talfahrt fortsetzen, erwartet Marktanalyst Milan Cutkovic vom Händler Axi Trader. Immerhin: Die Stimmung sei aktuell zwar angespannt, aber „Zeichen der Panik gibt es noch keine“, ergänzte er.

Bereits zu Wochenbeginn hatte der DAX infolge der Euro-Stärke mit der psychologisch wichtigen Marke von 13.000 Zählern gerungen und sie mehrfach im Handelsverlauf gerissen. Rechtzeitig vor dem Börsenende hatte er sich aber letztlich wieder von ihr nach oben hin absetzen können. Auch in New York hatte der Aktienmarkt am Vortag wieder leicht nachgegeben und in Japan ging es zur Wochenmitte deutlich nach unten.

Bevor am Nachmittag der US-Börsenstart sowie Konjunkturdaten weitere Impulse liefern, stehen hierzulande zunächst mehrere Quartalsberichte aus der zweiten Reihe im Blick. Im DAX selbst wurden besonders die Aktien von RWE und Infineon beachtet, die jeweils um die 2 Prozent einbüßten.

Während allerdings die Papiere des Energieunternehmens ihre Verluste nach den am Vortag vorgelegten Quartalszahlen ausweiteten, litten die des Münchener Chipherstellers unter Gewinnmitnahmen. Infineon hatte am Dienstag vor allem mit seinem Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung überzeugt.

Im MDax zogen die Anteile von Airbus ungeachtet der allgemein negativen Marktstimmung mit plus 3,65 Prozent an die Index-Spitze. Nach einem Rekordauftrag, den der Flugzeugbauer auf der Messe in Dubai an Land zog, befinden sich die Papiere wieder nahe an ihrem Rekordhoch von 88,20 Euro.

Die Schlusslichter im Index der mittelgroßen Unternehmen waren Aurubis nach einer Abstufung durch die Commerzbank mit minus 5,36 Prozent und Lanxess nach Quartalszahlen mit minus 5,42 Prozent. Zwar habe der Spezialchemiekonzern ergebnisseitig im dritten Quartal die Erwartungen deutlich übertroffen, doch beim genaueren Hinschauen gehe dies vor allem auf eine verbesserte Absicherung von Währungsrisiken zurück, monierte etwa Analyst Heiko Feber vom Bankhaus Lampe.

Um 2,14 Prozent ging es für die Papiere von K+S nach der Zahlenvorlage abwärts. Der Dünger- und Salzkonzern bestätigte zudem sein Jahresergebnisziel.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA154 2017-11-15/10:16