Bank-Austria-Konjunkturindikator stieg im Oktober auf 10-Jahres-Hoch
Wien (APA) - Die heimische Konjunktur erhält weiterhin kräftigen Rückenwind. Eine bessere Stimmung bei Industrie und Dienstleistern sowie de...
Wien (APA) - Die heimische Konjunktur erhält weiterhin kräftigen Rückenwind. Eine bessere Stimmung bei Industrie und Dienstleistern sowie der Optimismus der Konsumenten lassen nach Ansicht der Bank Austria ein starkes Schlussquartal mit anhaltend hoher Dynamik erwarten. Der Konjunkturindikator des Instituts stieg im Oktober auf ein 10-Jahres-Hoch.
Nach einem Wirtschaftswachstum von bis zu 3 Prozent im heurigen Jahr werde der Aufschwung 2018 mit einem erwarteten BIP-Anstieg von 2,4 Prozent anhalten, erklärte Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer am Mittwoch in einer Aussendung. Für 2017 ist das Institut damit etwas zuversichtlicher als Wifo und IHS, die zuletzt Ende September in ihrer Herbstprognose von 2,8 bzw. 2,6 Prozent realem BIP-Plus ausgingen.
Laut Bank Austria spricht das „hervorragende Stimmungsumfeld“ dafür, dass sich der Aufschwung der heimischen Wirtschaft 2018 schwungvoll fortsetzen wird. Nach der Belebung des globalen Handels, von der die österreichische Exportwirtschaft starke Impulse erhalten habe, seien die Investitionen kräftig in Schwung gekommen. Gestützt von der Inlandsnachfrage und einem soliden globalen Wachstum werde der Konjunkturaufschwung in Österreich 2018 an Stabilität gewinnen und sich normalisieren.
Dass sich das BIP-Wachstum 2018 auf 2,4 Prozent abschwäche - eine Normalisierung -, sei auf die leicht negativen Effekte der Euro-Stärke für die Exporteure und auch auf ein Nachlassen der Dynamik der Investitionstätigkeit zurückzuführen, so Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl. Wifo und IHS sind zuletzt für 2018 von einem Wachstum von 2,8 bzw. 2,1 Prozent in Österreich ausgegangen.
Der Arbeitsmarkt profitiert nach Einschätzung der Bank Austria weiterhin vom Konjunkturaufschwung. Die Arbeitslosenquote werde heuer auf 8,6 Prozent sinken und 2018 weiter auf 8,2 Prozent zurückgehen. Heuer werde das Beschäftigungswachstum auf 1,8 Prozent steigen und rund 65.000 Jobs zusätzlich bringen, überwiegend durch Migration aus anderen EU-Ländern. 2018 sollte das Beschäftigungswachstum mit 1,4 Prozent hoch genug ausfallen, um die Arbeitslosenquote weiter zurückgehen zu lassen.
Die Inflation in Österreich sieht die Bank Austria für 2017 und 2018 - als Schattenseite der guten Konjunktur - jeweils bei 2,1 Prozent im Jahresschnitt. Heuer werde die Teuerung damit spürbar über den 0,9 Prozent des Vorjahres liegen, 2018 werde sie gegenüber heuer infolge der höheren Ölpreise mit 2,1 Prozent gleich hoch bleiben. Dabei werde weiterhin der nachfrageseitige Aufwärtsdruck bei Dienstleistungspreisen der bestimmende Einflussfaktor auf die heimische Inflation sein, so Bruckbauer.
~ WEB http://www.bankaustria.at ~ APA194 2017-11-15/10:54