Wirtschaftsoptimismus in Österreich gestiegen
Eisenstadt (APA) - Die Unternehmen in Österreich sowie im Burgenland blicken laut dem aktuellen Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer Ö...
Eisenstadt (APA) - Die Unternehmen in Österreich sowie im Burgenland blicken laut dem aktuellen Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) optimistisch in die Zukunft. In Österreich sei die Stimmung „so gut, wie sie seit sechs Jahren nicht mehr war“, erklärte Christoph Schneider, Leiter der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik der WKÖ, am Mittwoch gegenüber der APA.
Dieses Stimmungshoch habe sich in den vergangenen zwölf Monaten entwickelt und könnte noch eine Zeit lang anhalten. Grund dafür sei, dass eine „aufgestaute Nachfrage“ langsam in das System hineinwirke, meinte Schneider.
Gleichzeitig würden die Betriebe erkennen, dass die getroffenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen greifen würden. Dabei handle es sich um die über längere Zeit verlässlich gering gehaltenen Zinssätze und um die Auswirkungen der Steuerreform auf die Säule des Konsums. Weiters hätten Aufträge aus dem In- und Ausland zugenommen.
Die Erwartungen der Unternehmer würden sich zudem in den Wahlprogrammen der künftigen Regierungsparteien wiederfinden. Die Wünsche der Betriebe würden vor allem in Richtung Senkung von Steuern und Abgaben, Senkung der Lohnnebenkosten sowie Bürokratieabbau gehen. Nun gebe es zum ersten Mal Zuversicht, dass in diesem Bereich mittelfristig etwas Positives für die Unternehmen bewirkt werden könne, sagte Schneider. Das wirke sich ebenfalls auf die Stimmung aus.
Auch im Burgenland herrsche die beste Stimmung der vergangenen Jahre. Die Geschäftsaussichten wären positiv, 40 Prozent der Betriebe würden in den nächsten zwölf Monaten mit einen Anstieg der Auftragslage rechnen. Bei den Gesamtumsätzen wäre das Burgenland optimistischer als der Österreich-Schnitt. Jedes zweite burgenländische Unternehmen gehe von einem Anstieg aus.
Der positive Marktausblick sei auch mit ein Grund, dass vermehrt Neuinvestitionen geplant würden. Ein knappes Drittel der Betriebe wolle zudem die Zahl der Beschäftigten in den nächsten zwölf Monaten erhöhen.
Der Präsident der Wirtschaftskammer Burgenland, Peter Nemeth, erklärte bei dem Pressegespräch in Eisenstadt, dass vor allem Überregulierung, Bürokratie und das Fehlen von Fachkräften den burgenländischen Unternehmern Sorgen bereiten würden. Außerdem benötige es ein moderneres Arbeitsrecht. Es brauche ein System, „das Arbeit fördert und nicht die Arbeitslosigkeit“, erklärte Nemeth. Ein weiterer Wunsch wäre die Senkung der Körperschaftssteuer auf 20 Prozent. Er erwarte, dass die getroffenen Wahlversprechen auch umgesetzt würden.
~ WEB https://news.wko.at/presse ~ APA356 2017-11-15/13:45