Militärkommando Burgenland offiziell unter neuer Führung
Eisenstadt/Wien (APA) - Das Bundesheer hat am Mittwoch in Eisenstadt den im Vorjahr erfolgten Wechsel an der Spitze des Militärkommandos Bur...
Eisenstadt/Wien (APA) - Das Bundesheer hat am Mittwoch in Eisenstadt den im Vorjahr erfolgten Wechsel an der Spitze des Militärkommandos Burgenland auch formell vollzogen. Generalleutnant Johann Luif übergab das Kommando an seinen Nachfolger Brigadier Gernot Gasser. Dieser war schon im Juni 2016 mit der Führung beauftragt worden, nachdem Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) Luif nach Wien geholt hatte.
Seine Zeit als Militärkommandant sei geprägt gewesen durch den Assistenzeinsatz, eine Aufgabe, die die ganze Aufmerksamkeit erfordert hab, blickte Luif zurück. Danach sei eine der schwierigsten Phasen für die Militärkommanden angebrochen - es sei zu einer Reduktion der Kompetenzen, der Standorte und der Truppe gekommen. Mittlerweile stünden die Militärkommanden wieder außer Streit, Kompetenzen und Ressourcen seien zurückgegeben worden.
Der neue Militärkommandant, der vor der Kommandoübergabe vom Oberst zum Brigadier befördert wurde, dankte dem Verteidigungsminister für dessen Einsatz für das Bundesheer. Doskozil habe „dem Bundesheer ein neues Image gegeben“ und eine „Trendwende“ eingeleitet, sagte Gasser.
Doskozil bedankte sich seinerseits bei der Truppe, dass es gelungen sei, im Bundesheer eine Stimmung zu erzeugen, dass alle von der Richtigkeit des eingeschlagenen Weges überzeugt gewesen seien.
Brigadier Gasser absolvierte ab 1985 die Theresianische Militärakademie und später die Generalstabsausbildung. Von 2000 bis 2005 war er im Burgenland unter anderem Stabschef und Stellvertretender Militärkommandant. Bei einem Einsatz der Kosovofriedenstruppe KFOR und im Rahmen einer fünfjährigen Verwendung als österreichischer Militärattaché in Brüssel sammelte Gasser Auslandserfahrung. Nach der Rückkehr aus Brüssel führte er ein Jahr das Panzerbataillon 33 in Zwölfaxing und war danach im Kabinett für die Ressortchefs Gerald Klug (SPÖ) und Doskozil tätig.
Generalleutnant Luif kam nach dem Besuch der Theresianischen Militärakademie 1981 als Pionieroffizier nach Eisenstadt. Nach Abschluss des Generalstabskurses wurde er beim Militärkommando Burgenland Leiter der Abteilung für Ausbildung und Mobilmachung. 1998 wechselte er ins Verteidigungsressort und übernahm im Jahr 2000 für sechs Monate das Kommando des österreichischen KFOR-Kontingents im Kosovo. Im Februar 2003 wurde Luif Militärkommandant des Burgenlandes. Ab Mitte Dezember 2015 war der Burgenländer fünfzehn Monate Kommandant der EUFOR/ALTHEA-Mission in Bosnien.