Krankenkassen - NEOS werfen Hauptverband falsche Prognosen vor
Wien (APA) - Die NEOS werfen dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger vor, falsche Prognosen für die Krankenkassen als Instrument zu v...
Wien (APA) - Die NEOS werfen dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger vor, falsche Prognosen für die Krankenkassen als Instrument zu verwenden, um weiter an der falschen Stelle zu sparen. Gesundheitssprecher Gerald Loacker meinte, zuerst gebe es immer ein Horrorszenario, dann würden die prognostizierten Defizite immer kleiner. Die eigenen Sparpotenziale würden die Kassen dann nicht nützen.
Auch die Pharmig, der Verband der pharmazeutischen Industrie, hielt dem Hauptverband vor, jedes Jahr zuerst ein eklatantes Minus zu prognostizieren, das dann im Laufe des Jahres immer nach unten korrigiert werde. Damit wolle man Druck auf die pharmazeutische Industrie ausüben, um die Medikamentenpreise zu drücken, meinte Generalsekretär Jan Oliver Huber. Für den Fachverband der Chemischen Industrie zeigen die Prognosen den Reformbedarf der Sozialversicherungen und die Notwendigkeit der in den Koalitionsverhandlungen diskutierten Fusion von Kassen.