ÖTC-Tochter HeliAir wartet europaweit für Kunden Hubschrauber

Innsbruck (APA) - Die ÖTC-Tochter HeliAir agiert unter anderem mit seinem Wartungsbetrieb europaweit für nationale und internationale Betrei...

Innsbruck (APA) - Die ÖTC-Tochter HeliAir agiert unter anderem mit seinem Wartungsbetrieb europaweit für nationale und internationale Betreiber von Hubschraubern. Am Standort Innsbruck verfügt außerdem über einen eigenen Design- und Produktionsbetrieb, wie Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft, im Rahmen einer Presseführung am Standort in Innsbruck mitteilte.

Der Geschäftsführer, der auch selbst Hubschrauber fliegt, strich bereits eingangs die Vorzüge der HeliAir hervor: „Es ist ein gutes Gefühl, auch als Pilot, wenn im Hintergrund einer der besten Wartungsbetriebe Europas agiert“. Beim Flugbetrieb sei die Verfügbarkeit der Hubschrauber wichtig, ergänzte er. „Innerhalb einer ganz bestimmten Zeit muss reagiert, repariert und ausgetauscht werden“, fügte Kraxner noch hinzu. Das Berufsbild Luftfahrzeugmechaniker sei komplex. Die Techniker in diesem Bereich kämen unter anderem von Hochschulen und müssten danach noch eine Ausbildung zum Luftfahrzeugmechaniker anschließen, erklärte er. „Acht bis zehn Jahre Berufsbildung kommen so zusammen“, betonte der Geschäftsführer. Dadurch sei auch die Qualität sehr hoch, außerdem gebe es Spezialisten für die jeweiligen Bereiche.

In der „Wartung 145“ genannten Wartungs- und Ausbildungsstätten werden beispielsweise Wartungsservices für die ungarische Flugrettung durchgeführt. Auch ein Lager für Ersatzteile ist am Standort Innsbruck vorhanden, wobei dieses verhältnismäßig klein ausfällt. „Das wird möglich, weil Serviceverträge bestehen“, sagte Wolfgang Burger, Technischer Direktor der ÖAMTC-Flugrettung. In Innsbruck habe man lediglich Dinge, die man unmittelbar brauche. Weiters habe man hier auch mögliche Produktfälschungen im Auge, so Burger, der auch darauf hinwies, dass alle „Teile ein Zertifikat haben müssen“.

„Seit etwa neun Jahren verfügen wir außerdem über einen Design- oder Produktionsbetrieb“, merkte Kraxner darüber hinaus an. Als besondere Innovation nannte er den sogenannten „Kokon“. Dabei handelt es sich um die erste selbsttragende Innenraumverkleidung der Luftfahrt, wie Entwickler vor Ort ausführten. Bei dieser seien Ausrüstungsgegenstände individuell anbringbar. Man kaufe also einen Hubschrauber ohne die genaue Funktion des Hubschraubers schon festzulegen, betonten sie.

Auch im Bereich der Wartung von Nachtsichtbrillen macht man sich in Innsbruck zunehmend einen Namen. Dazu brauche es eine Genehmigung des US-State Departement, erklärte der Leiter des Wartungsbetriebes, Martin Weger. Für die Verwendung dieser „NightVisionGoggles“ genannten Nachtsichtbrille müsse man außerdem den Hubschrauber im Voraus figurieren, sagte Kraxner. „Man sieht mit diesen Brillen dann in der Nacht die Hasen am Feld laufen“, beschrieb er die Wirkung dieser Brillen, die auf Restlichtverstärkung basieren.

Zu warten gibt es in Innsbruck genug. Alle sechs Wochen, also nach rund 50 Flugstunden, wird jede Maschine geprüft. Nach 500 bis 1.000 Flugstunden geht es an eine große Wartung die etwa zwei bis drei Wochen dauert.

~ WEB http://www.oeamtc.at ~ APA441 2017-11-15/15:10