Größte Streikrisiken für Reisende in Italien und Frankreich

Zürich (APA/sda) - Die Risiken auf Reisen Opfer eines Streiks zu werden, waren in Europa mit 225 Streik-Ereignissen die letzten zwölf Monate...

Zürich (APA/sda) - Die Risiken auf Reisen Opfer eines Streiks zu werden, waren in Europa mit 225 Streik-Ereignissen die letzten zwölf Monate am größten. In Frankreich, wo am Donnerstag ein Generalstreik ansteht, fanden nach Italien am meisten Streiks statt, die den Verkehr oder Transport beeinträchtigten.

Mit 67 Streiks führt Italien die Liste der Streikländer an, die das deutsche IT-Unternehmen A3M mit ihrem Global Monitoring erhoben hat. In Frankreich gingen in derselben Periode 24 Streiks über die Bühne. In Österreich fand in diesem Zeitraum dagegen kein einziger Streik statt, der sich auf die Transport- oder Verkehrswirtschaft ausgewirkte habe, hieß es auf APA-Anfrage.

Für den (morgigen) Donnerstag ist der jüngste Streik angesagt. Die Eisenbahnangestellten wollen damit ein Zeichen gegen die Reformen der französischen Regierung setzen. Am Mittwochnachmittag war noch unklar, ob sich auch die Angestellten der Airlines und des Bildungssystems dem Streik anschließen.

Traditionell streikanfällig sind auch Griechenland, Spanien und Portugal, wie es weiter heißt. In Deutschland kam es die vergangenen zwölf Monate zu zehn Streiks und in Großbritannien zu 16. Am meisten betroffen sei überall der Bereich Transport und Verkehr.

Praktisch keinerlei Vorfälle hat es neben Österreich in Osteuropa, Skandinavien und der Schweiz gegeben. In Nordamerika fehle gar eine Streikkultur weitgehend. In Kanada gab es gar keine Streiks. In den USA wurde immerhin im Juli ein Streik des Personals der Flughäfen an der Ostküste verzeichnet.

In Lateinamerika sei zwar weniger gestreikt worden als in Europa. Dennoch kam es zu mehreren Arbeitsniederlegungen - auch Generalstreiks - unter anderem in Brasilien, Chile, Argentinien und Uruguay.

In Asien können Geschäftsreisende und Urlauber mit wenig Streiks rechnen. China ist streikfrei. Auch in Russland gab es in Verkehr und Transport keine Streiks. Ähnlich sieht es in den beliebten Feriendestinationen Thailand, Vietnam und Malaysia aus.

In Indien blieb es laut A3M bei Streikankündigungen. Nur in Südkorea und Nepal bestehe vereinzelt Streikgefahr.

Nicht mit Arbeitsniederlegungen zu rechnen ist außerdem im Iran, der Türkei und den Emiraten. In Australien kam es lediglich vor einem Jahr zum Ausstand von Grenzschutz- und Einwanderungsbehörden. In Afrika verbuchten Kenia, Südafrika, die Elfenbeinküste und Nigeria einzelne Streiks. Streikfrei war dagegen Ägypten. In Marokko und Tunesien blieb es ebenfalls bei Streikankündigungen.

Das Kriseninformations- und Kommunikationssystem Global Monitoring wurde vom Dach des Deutschen ReiseVerbands (DRV) zusammen mit dem Tübinger IT-Unternehmen A3M gegründet.