Urteil gegen Lohfink wegen Falschbeschuldigung ist rechtskräftig

Berlin (APA/AFP) - Rund 15 Monate nach der Verurteilung des Models Gina-Lisa Lohfink wegen falscher Verdächtigung ist das Urteil rechtskräft...

Berlin (APA/AFP) - Rund 15 Monate nach der Verurteilung des Models Gina-Lisa Lohfink wegen falscher Verdächtigung ist das Urteil rechtskräftig. Lohfink müsse die in erster Instanz festgelegte Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro sowie die Verfahrenskosten zahlen, teilte eine Sprecherin des Amtsgericht Berlin Tiergarten am Donnerstag mit. Lohfink hatte zwei Männer der Vergewaltigung bezichtigt, laut Gericht zu Unrecht.

Die Verteidiger Lohfinks wiesen das Urteil als falsch und die 80 Tagessätze über je 250 Euro als zu hoch zurück. Mitte Februar dieses Jahres bestätigte das Berliner Kammergericht das Urteil in einem Revisionsverfahren. Die Festsetzung der Tagessatzhöhe auf Grundlage von Lohfinks Einkommen sei einer anderen Abteilung des Amtsgerichts übertragen worden, teilte die Gerichtssprecherin mit.

Demnach führte das Amtsgericht in den vergangenen Monaten eigene Ermittlungen zu Lohfinks wirtschaftlichen Verhältnissen und fragte bei auch bei Fernsehsendern nach. In der Folge sei der Tagessatz über 250 Euro bestätigt worden. Lohfinks Verteidigung habe dem inzwischen zugestimmt.

Die Verhandlung über Lohfinks Vorwürfe hatte eine Debatte über eine Sexualstrafrechtsreform befeuert. Im Mittelpunkt des Prozesses standen im Internet verbreitete Aufnahmen des Geschlechtsakts zwischen Lohfink und ihren Bekannten.