Doping: Russlands 2 - RUSADA für weitere Kooperation mit WADA
Seoul (APA/dap/Reuters/AFP) - Russlands Anti-Doping-Agentur (RUSADA) will trotz ihrer fortgesetzten Suspendierung mit der Welt-Anti-Doping-A...
Seoul (APA/dap/Reuters/AFP) - Russlands Anti-Doping-Agentur (RUSADA) will trotz ihrer fortgesetzten Suspendierung mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zusammenarbeiten. „Ich bin dafür, den Dialog fortzusetzen und eine Lösung zu suchen, auch wenn das fast unmöglich scheint“, sagte Alexander Iwlew, der Vorsitzende des RUSADA-Aufsichtsrates, am Donnerstag in Moskau.
Die RUSADA werde weiter Dopingproben russischer Sportler nehmen, neue Dopingtester anwerben und ausbilden, sagte Iwlew der Agentur Tass zufolge. Härter argumentierte der Abgeordnete Alexej Puschkow vom Föderationsrat den Beschluss. „Die WADA ist wie die NATO, nur im Sport“, kommentierte er. Ihr Hauptziel sei nicht der Kampf gegen Doping, sondern gegen Russland.
Sportminister Pawel Kolobkow spielte das Risiko herunter, dass Russland von den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang in Südkorea ausgeschlossen werden könnte. Der WADA-Beschluss und eine mögliche Sanktion durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) seien nicht verknüpft, sagte er. „Die WADA hat anerkannt, dass Russland viel getan hat im Kampf gegen Doping im Sport.“
Nancy Park, die Sprecherin des Organisationskomitees (POCOG) der kommenden Winterspiele, gab indes an, dass die WADA-Entscheidung nicht direkt einen Beschluss herbeiführe, ob Russland an den Spielen teilnehmen kann oder nicht. „Es ist ein sensibles Thema, wir warten ab jetzt auf die offizielle IOC-Entscheidung.“
Die WADA beschloss zudem bei ihrer Sitzung, dass ihr Sitz auch in der Periode 2021 bis 2031 in Montreal bleiben werde. Die WADA hat ihren juristischen Sitz in Lausanne, wo sie 1999 gegründet wurde. Ihren Hauptsitz hat sie seit 2001 in Montreal. Die kanadische Stadt hatte sich in der damaligen Abstimmung u.a. gegen Wien durchgesetzt.