Strompreiszonen-Trennung - WKÖ kritisiert Stromlieferanten

Wien (APA) - Die Wirtschaftskammer wirft den Stromlieferanten vor, ihre Kunden schon jetzt mit den Mehrkosten zu belasten, die aufgrund der ...

Wien (APA) - Die Wirtschaftskammer wirft den Stromlieferanten vor, ihre Kunden schon jetzt mit den Mehrkosten zu belasten, die aufgrund der Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone erwartet werden. Die WKÖ rät ihren Mitgliedern daher, gegenüber den Lieferanten vorsorglich Widerspruch anzumelden und zu prüfen, ob eine einseitige Kostenüberwälzung rechtlich überhaupt möglich ist.

„Unübersehbar ist die Parallele zum Versuch der Energielieferanten, vermeintliche Kosten des Energieeffizienzgesetzes auf die Kundenseite abzuwälzen – ein Deja-vu“, sagt der Leiter der WKÖ-Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik, Stephan Schwarzer.

Die Trennung – und damit die Einführung einer eigenen österreichischen Preiszone - werde erst mit 1. Oktober 2018 in Kraft treten, erklärte Schwarzer am Donnerstag laut Aussendung. Ab diesem Zeitpunkt werde die derzeitige gemeinsame Preiszone Deutschland-Österreich für den Stromeinkauf im Großhandel aufgespalten. „Wie sich das auf den Strompreis konkret niederschlägt, kann man jetzt noch nicht sagen“, so Schwarzer.

~ WEB https://news.wko.at/presse ~ APA266 2017-11-16/12:50