Prozess um Mordversuch mit Regenschirm

Wien (APA) - Mit einem angeblichen Mordversuch mit einem Regenschirm muss sich am Freitag ein Schwurgericht (Vorsitz: Eva Brandstetter) am W...

Wien (APA) - Mit einem angeblichen Mordversuch mit einem Regenschirm muss sich am Freitag ein Schwurgericht (Vorsitz: Eva Brandstetter) am Wiener Landesgericht befassen. Der Angeklagte - ein 25 Jahre alter, aus Afghanistan stammender Mann - soll am 21. Mai 2017 seiner Ehefrau die zehn Zentimeter lange, metallene Spitze des Schirms ins Auge gestoßen haben.

Für die Staatsanwaltschaft besteht kein Zweifel, dass der Schirm grundsätzlich ein taugliches Instrument war, um den Tod der Frau zu bewirken. Laut Anklage soll der 25-Jährige jedenfalls mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt haben. Der Stich wurde derart wuchtig geführt, dass die Augenhöhle brach und die Spitze einen Hirnlappen beschädigte. Das Ehepaar hat ein gemeinsames eineinhalbjähriges Kind. Eine fünfjährige Tochter brachte die Frau aus einer vorangegangenen Beziehung in die Ehe mit. Der Angeklagte hatte nach seiner Festnahme erklärt, er wäre im Tatzeitpunkt betrunken gewesen und könne sich an nichts mehr erinnern.