Weißes Haus: Wähler sollen über Schicksal von Moore entscheiden

Washington (APA/dpa) - Das Weiße Haus hat die Belästigungsvorwürfe gegen den republikanischen Senatskandidaten Roy Moore als „beunruhigend“ ...

Washington (APA/dpa) - Das Weiße Haus hat die Belästigungsvorwürfe gegen den republikanischen Senatskandidaten Roy Moore als „beunruhigend“ bezeichnet. Die Sprecherin von Präsident Donald Trump, Sarah Sanders, lehnte es am Donnerstag aber ab, zu sagen, ob Moore sich aus dem Rennen in Alabama zurückziehen solle.

Der Präsident sei der Meinung, dass die Menschen in Alabama entscheiden müssten, wer sie im Senat vertreten solle, sagte Sanders. Trump halte die Anschuldigungen gegen Moore für „beunruhigend“. Er sei der Meinung, dass er auf seine Kandidatur verzichten müsse, sollten die Vorwürfe stimmen.

Mehrere Frauen beschuldigen den 70-jährigen Moore, sie vor mehreren Jahren belästigt zu haben. Der Ex-Richter weist das zurück. Er kandidiert in Alabama um den Senatssitz, der durch den Wechsel von Jeff Sessions an die Spitze des Justizministeriums frei geworden ist.

Mehrere ranghohe Republikaner gingen in den vergangenen Tagen auf Distanz zu Moore und forderten ihn auf, seine Kandidatur zurückzuziehen. In Folge dessen geriet auch Trump unter Druck, eine solche Forderung auszusprechen. Er hatte im September seine Unterstützung für Moore erklärt, nachdem der von ihm favorisierte Bewerber in der parteiinternen Vorwahl gegen den 70-Jährigen verloren hatte.