Übersicht über die Filmstarts der Woche
Wien (APA) - Ab 23. November:...
Wien (APA) - Ab 23. November:
~ PADDINGTON 2 F/GB 2017 103 min Regie: Paul King Mit: Brendan Gleeson, Sally Hawkins, Ben Whishaw, Michael Gambon, Hugh Grant, Jim Broadbent, Imelda Staunton www.paddington.com/de; www.paddington.com ~ Roter Hut, blauer Dufflecoat und ein unbändiger Hunger auf Marmeladenbrote: Das ist Paddington, der Bär. Zum zweiten Mal hat der inzwischen in London heimisch gewordene Sympathieträger einen großen Auftritt auf der Kinoleinwand. „Paddington 2“ lautet der schlichte Titel der Fortsetzung. Gegenspieler des knuffigen Bären ist dieses Mal ein dubioser Schauspieler, gespielt vom britischen Frauenschwarm Hugh Grant. Es geht um ein rätselhaftes Popup-Buch und einen versteckten Juwelenschatz - und Paddington landet unverschuldet im Gefängnis. Die Browns, Paddingtons Londoner Familie, setzen alles daran, den wahren Schuldigen zu entlarven. (Die APA hat heute, Freitag, unter APA068 eine ausführliche Filmkritik versendet.)
~ LIEBE ZU BESUCH USA 2017 98 min Regie: Hallie Meyers-Shyer Mit: Reese Witherspoon, Nat Wolff, Lake Bell, Michael Sheen, Candice Bergen http://liebezubesuch-film.de; http://homeagain-movie.com ~ Frisch getrennt, alleinerziehend und 40: Reese Witherspoon steckt in ihrem neuen Kinofilm „Liebe zu Besuch“ in einer echten Krise. Als Alice muss die sympathische Oscarpreisträgerin jede Menge Selbstzweifel überwinden. Für einen Neustart zieht sie in ihr prunkvolles Elternhaus nach Los Angeles. An ihrer Seite: ihre beiden Töchter Isabel und Rosie, die mit einer eher unkonventionellen Art für Lacher sorgen. Das Leben der jungen Familie wird von drei junge Filmemachern weiter aufgewirbelt. Die arbeiten gerade an einem Projekt, sind pleite und ziehen in das Gästehaus der Familie - das Gefühlschaos beginnt. (Die APA hat heute, Freitag, unter APA069 eine ausführliche Filmkritik versendet.)
Ab 24. November:
~ BATTLE OF SEXES GB/USA 2017 124 min Regie: Valerie Faris, Jonathan Dayton Mit: Emma Stone, Steve Carell, Elisabeth Shue, Alan Cumming, Sarah Silverman www.battleofthesexes-derfilm.de; www.fox.co.uk/battle-of-sexes ~ Es war ein einmaliges Tennis-Match, das als „Battle of the Sexes“ oder „Kampf der Geschlechter“ Sportgeschichte machte: 1973 forderte der Wimbledon-Champion Bobby Riggs (Steve Carell) die damals beste US-Tennisspielerin Billie Jean King (Emma Stone) siegessicher zum Zweikampf heraus. Mit dicker Brille und dunklem Pagenkopf verwandelt sich Oscarpreisträgerin Stone („La La Land“) in die Sportlerin und Frauenrechtsaktivistin. Regie führt das amerikanische Ehepaar Jonathan Dayton und Valerie Faris, die mit dem Independent-Hit „Little Miss Sunshine“ ihr Spielfilmdebüt gaben. (Die APA hat heute, Freitag, unter APA070 eine ausführliche Filmkritik versendet.)
~ AUS DEM NICHTS D/F 2017 105 min Regie: Fatih Akin Mit: Diane Kruger, Numan Acar, Ulrich Tukur, Jessica McIntyre, Siir Eloglu, Johannes Krisch www.warnerbros.de/kino/aus_dem_nichts.html; www.inthefadefilm.com ~ Mit diesem Film greift Fatih Akin die Morde des NSU für das Kino auf: Katja ist mit dem Kurden Nuri verheiratet, gemeinsam haben sie einen kleinen Sohn. Dann aber, „Aus dem Nichts“, zerbricht Katjas Leben. Bei einem Bombenanschlag sterben ihr Mann und Sohn. Die Polizei vermutet schnell, dass Nuri mit Drogen gehandelt oder die Wut irgendwelcher Krimineller auf sich gezogen hat. Dann aber nehmen sie zwei Tatverdächtige fest, ein junges Neo-Nazi-Pärchen. In der Hauptrolle ist die überragende Diane Kruger zu sehen; beim Filmfest Cannes gewann sie den Preis als beste Schauspielerin. (Die APA hat heute, Freitag, unter APA071 eine ausführliche Filmkritik sowie unter APA072 ein Interview mit Regisseur Akin versendet.)
~ DETROIT USA 2017 143 min Regie: Kathryn Bigelow Mit: John Boyega, Will Poulter, Algee Smith, Jacob Latimore, Jason Mitchell www.detroit-film.de; http://detroit.movie ~ Schreiende Demonstranten, berstende Schaufenster, kaltblütige Polizisten, die gegen sie knüppeln, eine Straße wie ein Kriegsgebiet: Im Detroit der 60er Jahre brodelt es, Schwarze kämpfen für ihre Rechte. Weiße halten dagegen, Rauchschwaden von brennenden Läden ziehen in den Himmel. Es gibt im aktuellen Hollywoodkino niemanden, der solche Szenen mit der gleichen Intensität umsetzen kann wie Kathryn Bigelow. Nach dem oscarprämierten „Tödliches Kommando - The Hurt Locker“ zur Arbeit von Bombenentschärfern im Irak und dem kommerziell erfolgreicheren „Zero Dark Thirty“ über die Ermordung Osama Bin Ladens hat sie sich nun einem düsteren Kapitel der USA angenommen: Die Aufstände und Unruhen in Detroit vor 50 Jahren und die seit Jahrzehnten andauernde brutale Gewalt durch Polizisten gegen Schwarze. (Die APA hat heute, Freitag, unter APA073 eine ausführliche Filmkritik versendet.)
~ ANNA FUCKING MOLNAR A 2017 100 min Regie: Sabine Derflinger Mit: Nina Proll, Murathan Muslu, Uwe Ochsenknecht, Gregor Bloeb, Franziska Weisz, Mavie Hörbiger, Robert Palfrader, Tony Rei www.filmladen.at/anna.fucking.molnar ~ Wie konnte es soweit kommen? Die erfolgreiche Theaterschauspielerin Anna Molner (Nina Proll) erwischt ihren Partner vor einer Premiere in flagranti mit einer jüngeren Kollegin. Die Kurzschlussreaktion ist ein Alkohol-Drogen-Cocktail, der den völligen Absturz nach sich zieht. Aber erstmal unten angekommen, kann man sich natürlich an den Weg zurück nach oben machen... „Vorstadtweib“ Proll ist in dieser Kinokomödie nicht nur Titelfigur, sondern hat auch das Drehbuch verfasst, das von Sabine Derflinger umgesetzt wurde. Ein durch und durch wienerischer Film, der nicht selten Anleihen am TV-Erfolg nimmt. (Die APA hat heute, Freitag, unter APA074 eine ausführliche Filmkritik versendet.)
~ DAVID LYNCH - THE ART LIFE DK/USA 2016 88 min Regie: Jon Nguyen, Rick Barnes, Olivia Neergaard-Holm www.theartlife-derfilm.de ~ David Lynch steht in seinem Atelier. Er malt, bastelt und bohrt. Das chaotisch wirkende Studio ist der bevorzugte Rückzugsort des Regisseurs, der derzeit mit der Serie „Twin Peaks“ wieder Fans verwirrt und begeistert. Die Filmemacher Jon Nguyen, Olivia Neergaard-Holm und Rick Barnes haben den 71-Jährigen in seinem Zuhause getroffen und ihn einfach erzählen lassen. In einer Art 90-minütigem Monolog spricht der Exzentriker über seine Kunstleidenschaft. Er erzählt von einer idyllischen Kindheit und abenteuerlichen Jugend, vom Familienleben, dem Beginn und den frühen Phasen seines Künstlerdaseins. Andere Menschen kommen nicht zu Wort. „Ich hatte diese Vorstellung, dass man Kaffee trinkt, Zigaretten raucht und malt. Und das ist es dann“, erklärt Lynch, wie er sich das Leben eines Künstlers damals vorstellte. „Vielleicht kommen noch Mädchen dazu.“ Das ungewöhnliche Porträt dürfte vor allem für Cineasten und Fans des Kultregisseurs interessant sein. (Die APA hat heute, Freitag, unter APA075 eine ausführliche Filmkritik versendet.)
~ HELLE NÄCHTE D/N 2017 86 min Regie: Thomas Arslan Mit: Georg Friedrich, Tristan Göbel, Marie Leuenberger, Hanna Karlberg http://helle-naechte.de ~ An den Filmen von Thomas Arslan scheiden sich die Geister. Spröde und sperrig finden die einen das Werk des Berliners. Andere schätzen Arslans strenge, schnörkellose Erzählweise, die Raum für das eigene Imaginieren lässt. Auch Arslans bei der diesjährigen Berlinale im Bären-Wettbewerb uraufgeführter neuer Film „Helle Nächte“ macht es den Zuschauern zunächst nicht ganz leicht. In seinem Drama „Helle Nächte“ erzählt er auf kluge, jedoch sehr reduzierte Art von einer schwierigen Vater-Sohn-Beziehung. Dazu nutzt der Regisseur das Sinnsucher-Format des Roadmovies. Der Österreicher Georg Friedrich spielt den Vater, der nach Jahren der Trennung versucht, wieder eine Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen. Dafür wurde er bei der Berlinale mit dem Silbernen Bären als bester Darsteller ausgezeichnet. Der 14-jährige Sohn wird von Tristan Göbel, Star aus dem Kinofilm „Tschick“, dargestellt. (Die APA hat heute, Freitag, unter APA076 eine ausführliche Filmkritik versendet.)
~ WENN GOTT WILL A 2016 90 min Regie: Gabriele Hochleitner, Timothy McLeish www.filmdelights.com/verleih/wenngottwill ~ In „Wenn Gott will“ begleiten Gabriele Hochleitner und Timothy McLeish die junge Sadi: Die Jugendliche flüchtet mit 17 Jahren vor einer Genital-Beschneidung aus Gambia und überlebt sechs Monate später, auf dem Weg zurück nach Hause, den Bürgerkrieg in Libyen. Auf der Suche nach einem sicheren Ort wagt sie die Überfahrt nach Sizilien. Diese Route bringt sie mit vielen anderen, vor allem Männern, nach Italien. In einem winzigen Zimmer wartet sie auf ihre Papiere. Die Filmemacher besuchen sie dort immer wieder und treffen dabei auf eine manchmal gesprächige, manchmal schweigende junge Frau, die so vieles bereits durchgemacht hat. Der Film ist letztlich ein Versuch, die Zuschauer durch ihre Augen blicken zu lassen.