Wacker steht vor Pflicht-Dreier, Wattens muss in Linz punkten
Zum Abschluss des zweiten Saison-Quartals erwartet der FC Wacker heute (18.30 Uhr/TTcom-Ticker) Tabellen-Schlusslicht FAC. Die WSG Wattens ist zeitgleich im Keller-Duell bei BW Linz zu Gast.
Wacker setzt gegen FAC auf Heimstärke
„So weitermachen, wie man vor der Länderspielpause aufgehört hat“, lautet das Motto beim FC Wacker für das heutige Erste-Liga-Heimspiel (ab 18.30 Uhr, live auf Sky) gegen den Floridsdorfer AC. Nach dem 1:0-Auswärtssieg beim Tabellenführer muss das zweite Saison-Quartal wohl mit einem „Pflicht-Dreier“ gegen den Tabellenletzten abgeschlossen werden. Schließlich sollte sich der Rückstand auf das Führungsduo Wr. Neustadt und Ried eher verringern als noch mehr anwachsen.
„Die drei Punkte in Wr. Neustadt waren sehr wichtig, jetzt müssen wir den Schwung mitnehmen und vor der Pause noch näher an die Spitze rücken“, weiß FCW-Coach Karl Daxbacher, dass heute nur ein Sieg zählt, man sich den aber erst erkämpfen muss: „Von wegen leichte Aufgabe: Der FAC hat sich in den letzten Wochen gefestigt. Das wird ein Spiel wie jedes andere in dieser Liga auch – wenn man nicht aufpasst, kann man schnell eine böse Überraschung erleben.“
Fakt ist, dass der FC Wacker als einziges Team in Heimspielen noch ungeschlagen ist und heute das auswärtsschwächste Team im Tivoli gastiert. Siebenmal bezogen die Floridsdorfer in der Fremde bereits Prügel, nur einmal – ausgerechnet bei Tabellenführer Wr. Neustadt – gelang ein Sieg. „Mit Flavio und Lubega haben sie offensivstarke Typen im Team, auch bei Standards sind sie gefährlich“, erwartet Daxbacher eine Gästemannschaft, die ihren Spielplan nicht nur auf Defensive anlegt.
Ähnlich wie sein Trainer versprüht der wieder voll genesene Michael Schimpelsberger eine gesunde Portion Selbstvertrauen mit einer Prise Vorsicht: „Wir sind gefestigt, können jeden schlagen, wissen, wie wir wann, wo und wie lange anpressen müssen. Aber aufgepasst – der FAC hat zuletzt frei aufgespielt und agiert nicht wie ein typisches Schlusslicht.“
Beim FC Wacker fallen heute Lukas Hupfauf, Dimitry Imbongo und Okan Yilmaz aus, sonst kann Daxbacher personell aus dem Vollen schöpfen. (w.m.)
Der Zweck heiligt die WSG-Mittel
Den schwarzen Oktober mit drei Niederlagen ohne einen eigenen erzielten Treffer und dem unglücklichen November-Beginn (knappes 1:2 gegen Ried) wollen die Werkskicker der WSG Wattens nach der Länderspielpause heute (18.30 Uhr) ausradieren. Und nach neun sieglosen Spielen drückt auch den Gegner BW Linz ganz gewaltig der Schuh.
„Sie stehen mit dem Rücken zur Wand. Wir wollen das Spiel aktiv gestalten und unbedingt etwas mitnehmen“, sagt WSG-Coach Thommy Silberberger, der auf zwei gelbgesperrte Stammkräfte verzichten muss: Für Flo Buchacher wird links hinten Kevin Nitzlnader einspringen, für Kekez rückt Lukas Katnik weiter vorne ins Zentrum. Offene Aufstellungsfragen betreffen noch den rechten Flügel (Toplitsch oder Kovacec) und den Sturm (Jurdik oder Zangerl). Silberberger ist sich sicher, dass im Fall eines Torerfolgs der Knoten bei einem wie Kovacec platzen würde. „Ich sehe ja im Training, was der draufhat. Und mit einem Tor ist der Rucksack weg.“
Es darf auch ein dreckiges Tor sein, das Leder über die Linie „genudelt“ werden: „Wir müssen es erzwingen wollen, vom Sechzehner einmal draufhauen und nicht wieder einen Anspielpartner suchen“, ergänzt Silberberger. In der Aufstiegssaison nahm man aus Linz (3:0, 0:0) vier Punkte mit, ohne ein Gegentor kassiert zu haben. (lex)