Rohstoffe (11.00) - Brent-Ölpreis zum Wochenschluss im Plus

Wien (APA) - Der Brent-Ölpreis hat sich am Freitagvormittag im Plus präsentiert. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die R...

Wien (APA) - Der Brent-Ölpreis hat sich am Freitagvormittag im Plus präsentiert. Der als wichtige Ölpreisbenchmark geltende Future auf die Rohölsorte Brent notierte gegen 11.00 Uhr in London bei 61,80 Dollar je Barrel (159 Liter). Am Donnerstag notierte der Brent-Future zuletzt bei 61,36 Dollar.

Die Ende November stattfindende OPEC-Sitzung wirft bereits erste Schatten voraus und macht den Brent-Ölpreis anfällig für hohe Volatilität, schreiben die Commerzbank-Experten. Noch ist es unklar, ob das Ölkartell seine Förderbeschränkungen verlängern wird, alles andere als eine Ausweitung der Kürzungen bis Ende 2018 dürfte den Ölpreis aber auf Talfahrt schicken, so die Analysten.

Generell halten sie die Entscheidung der OPEC aber für nachrangig für die Entwicklung am Ölmarkt. „Denn der wichtigste Faktor in der Angebots-Nachfrage-Gleichung ist aus unserer Sicht der US-Schieferölsektor, was die OPEC durch die ständigen Äußerungen rund um das Abkommen zu vertuschen versucht“, schreiben die Experten in ihrem täglichen Kommentar.

Der Preis für OPEC-Öl ist am Donnerstag auf 59,98 Dollar pro Barrel gestiegen. Am Mittwoch hatte das Barrel nach Angaben des OPEC-Sekretariats in Wien noch 59,79 Dollar gekostet. Der OPEC-Preis setzt sich aus einem Korb von zwölf Sorten zusammen.

Der Goldpreis zeigte sich wenig verändert. Im Londoner Goldhandel wurde heute gegen 11.00 Uhr die Feinunze (31,10 Gramm) bei 1.282,59 Dollar (nach 1.280,00 Dollar im Nachmittags-Fixing am Donnerstag) gehandelt. Die Unsicherheit um die US-Steuerreform hält weiter an, obwohl der Entwurf am Donnerstag das Repräsentantenhaus passiert hat, heißt es bei der Commerzbank. Die Hürde im Senat liege deutlich höher und es werde damit gerechnet, das dieser der Reform in ihrer derzeitigen Ausgestaltung nicht zustimmt. So dürfte das Thema noch länger am Markt für Aufsehen sorgen, schreiben die Analysten.