FMA: Heimische Assekuranz trotz Niedrigzinsen weiter sehr stabil
Wien (APA) - Die heimischen Versicherungsunternehmen sind aus Sicht der Finanzmarktaufsicht (FMA) trotz extrem volatiler Finanzmärkte und gr...
Wien (APA) - Die heimischen Versicherungsunternehmen sind aus Sicht der Finanzmarktaufsicht (FMA) trotz extrem volatiler Finanzmärkte und großer Herausforderungen durch das Niedrigzinsumfeld weiter sehr stabil aufgestellt. Solvency II sei erfolgreich gemeistert worden, aber wegen steigender Lebenserwartung, Niedrigzins und Digital-Herausforderungen müssten viele Geschäftsmodelle auf den Prüfstand, so die FMA.
Neben der klassischen Lebensversicherung leide auch die private Krankenversicherung (mit ihrer jährlich rund 2 Mrd. Euro Prämie) besonders stark unter den Herausforderungen des anhaltenden Niedrigzinsumfelds, erklärte die Aufsichtsbehörde am Freitag bei der Veröffentlichung ihres Jahresberichts zur Lage der österreichischen Assekuranz.
Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus seien die Veranlagungserträge so stark gesunken, dass sie kaum mehr einen Beitrag zur Kompensation der steigenden Kosten durch den medizinischen Fortschritt und die zunehmende Lebenswartung leisten könnten, so die FMA. Deshalb seien „Prämienerhöhungen signifikant über der Einkommensentwicklung erforderlich“ - und mit denen seien Versicherungsnehmer in der privaten Krankenzusatzversicherung aktuell auch in einzelnen Tarif-Arten konfrontiert.
~ WEB http://www.fma.gv.at ~ APA255 2017-11-17/12:26