Siemens - Rund 1.300 Mitarbeiter protestieren in Berlin
München (APA/dpa) - Vor der Berliner Siemens-Zentrale haben am Freitag Mitarbeiter des deutschen Elektrokonzerns gegen den geplanten Stellen...
München (APA/dpa) - Vor der Berliner Siemens-Zentrale haben am Freitag Mitarbeiter des deutschen Elektrokonzerns gegen den geplanten Stellenabbau protestiert. Nach Angaben der IG-Metall versammelten sich 1.300 Beschäftigte auf dem Betriebsgelände, um gegen die Einschnitte zu demonstrieren. Die Gewerkschaft hatte zu der Kundgebung aufgerufen, nachdem Siemens am Donnerstag die Pläne öffentlich gemacht hatte.
Die Berliner SPD kündigte ebenfalls Protest gegen die geplanten Schließungen an. Vor dem Hintergrund von Milliardengewinnen, die das Unternehmen erwirtschafte, seien Entlassungen unverständlich, teilte die Partei mit. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) bezeichnete die Pläne als „nicht hinnehmbar“. Er erwarte von der Wirtschaft mehr „Pflichtbewusstsein für die gemeinsame Sache“.
Siemens will in den kommenden Jahren weltweit 6.900 Stellen abbauen, etwa die Hälfte davon in Deutschland. Allein in Berlin will der Konzern 870 Arbeitsplätze streichen. Siemens reagiert mit seinen Plänen auf die schwache Nachfrage nach Gasturbinen für Kraftwerke und großen Elektromotoren für die Industrie. Zwei Standorte im sächsischen Görlitz und in Leipzig mit zusammen 920 Arbeitsplätzen sollen geschlossen werden.
~ ISIN DE0007236101 WEB http://www.siemens.com ~ APA263 2017-11-17/12:38