Steirischer Handel vor Weihnachten in freudiger Erwartung

Graz (APA) - Weihnachten naht und damit auch so mancher Shopping-Stress - auch für die Steirer, denn in der Grünen Mark werden laut Wirtscha...

Graz (APA) - Weihnachten naht und damit auch so mancher Shopping-Stress - auch für die Steirer, denn in der Grünen Mark werden laut Wirtschaftskammer bis zum Heiligen Abend noch rund sechs Mio. Geschenke einzupacken sein. Etwa 970.000 Steirer ab 15 Jahren wollen Geschenke austeilen und im Schnitt 370 Euro für sechs Präsente ausgeben, geht aus einer Umfrage hervor, die am Freitag in Graz präsentiert wurde.

Rund 200 Mio. Euro werden die Steirerinnen und Steirer in den kommenden Wochen ausgeben, fasste Gerhard Wohlmuth, Obmann der Wirtschaftskammersparte Handel, zusammen. Es werden etwa 370 Euro sein, die der durchschnittliche Steirer ausgibt, das sind rund zehn Euro mehr als noch im Vorjahr. Wohlmuth führte die hohen Erwartungen auf die Umsatzzuwächse der vergangenen drei Quartale zurück, die zwischen 1,5 und 2,2 Prozent lagen.

Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria, erklärte, dass die Zahlen nach einer Befragung von rund 1.500 Österreichern hochgerechnet wurden. 200 Steirer wurden gesondert befragt. Man könne „vorsichtig optimistisch“ sein, wobei man „vorsichtig“ fast weglassen könne. Die österreichweite gesamtwirtschaftliche Ausgangslage sei positiv, die Konsumausgaben sind seit Jahresanfang angestiegen wie schon lange nicht mehr und auch die Arbeitslosenquote sinkt, fasste er zusammen. Deshalb dürfe sich der steirische Einzelhandel einen positiven Aufwärtstrend weiterhin erwarten.

Die „Early-Shopper“, immerhin 13 Prozent, haben ihre Einkäufe für Weihnachten bereits abgeschlossen. Zu ihnen zählen vor allem Frauen und ältere Menschen. Die „Late-Shopper“ beginnen erst in der zweiten Dezemberhälfte und machen etwa 40 Prozent aus. Es sind vor allem Männer und jüngere Menschen, meinte Gittenberger. Da der erste Adventsonntag heuer erst auf den 3. Dezember fällt, beginne das Weihnachtsgeschäft 2017 noch einmal extra spät. Helmut Zaponig, Spartengeschäftsführer Handel, warnte auch alle „Late-Shopper“: Der 24. Dezember ist heuer ein Sonntag, „da haben die Geschäfte zu“.

Zu den beliebtesten Geschenken zählen weiterhin Gutscheine (41 Prozent), Bücher (37) und Spielwaren (33), gefolgt von Kleidung (31), Kosmetika (21) und Tickets für Veranstaltungen (18). Danach folgen Sportartikel, Schmuck (beide 17), Selbstgemachtes und Bargeld (beide 16).

Laut der Umfrage wird eines von sieben Weihnachtsgeschenken online gekauft. Viele informieren sich zwar im Internet, kaufen dann aber im Geschäft. Je später man kauft, desto eher geschieht es nicht online, da viele Sorge haben, dass das Geschenk nicht mehr rechtzeitig über den Postweg ankommt.