Fußball: Hasenhüttl plädiert für Challenge beim Videobeweis

Leipzig (APA/dpa) - In der hitzigen Diskussion um den umstrittenen Videobeweis in der deutschen Fußball-Bundesliga plädiert RB Leipzigs Trai...

Leipzig (APA/dpa) - In der hitzigen Diskussion um den umstrittenen Videobeweis in der deutschen Fußball-Bundesliga plädiert RB Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl für die Einführung einer Challenge-Methode wie im Tennis. „Da entscheidet auch nicht der Schiedsrichter, weil er denkt, der Ball ist aus, sondern immer der betroffene Spieler“, erklärte der Steirer.

„Ich glaube, dass man die Schiedsrichter am besten schützen könnte, indem sie nicht selber entscheiden müssten, wann man den Videobeweis einsetzt und wann nicht“, ergänzte Hasenhüttl. Für den 50-Jährigen wäre deshalb eine Challenge wie im Tennis, wo der Spieler je nach Turnier zwei bis drei Möglichkeiten pro Satz zur Überprüfung von Schiedsrichterentscheidungen hat, der einzige, gangbare Weg. Das würde mit einem Schlag zu weniger Diskussionen führen.

„Weil im Moment diskutieren wir ja nicht, ob es Foul oder nicht Foul war, sondern wir diskutieren nur, warum wurde der Videobeweis da eingesetzt und da nicht“, sagte Hasenhüttl. Um die Challenge nicht als taktisches Mittel einzusetzen, müsse man über die Anzahl der Einspruchsmöglichkeiten diskutieren.

„Möglicherweise will man die Kontrolle nicht aus der Hand geben, aber zum Schluss würden wir dem Schiedsrichter wieder das zukommen lassen, was er am besten kann: Das ist ein Spiel zu leiten und nicht darüber zu philosophieren, soll ich jetzt einen Videobeweis anfragen oder nicht. Das können wir für ihn übernehmen“, betonte Hasenhüttl, der im Spiel am Samstag in Leverkusen weiter auf Defensivspieler Stefan Ilsanker verzichten muss.

Der 28-jährige Salzburger fehlt noch wegen der Nachwehen eines Zehenbruchs. „Der Zeh ist noch etwas geschwollen. Wir gehen kein Risiko ein. Es wird noch etwas dauern, aber es ist Licht am Ende des Tunnels“, sagte Hasenhüttl.