UN-Klimakonferenz - Für Greenpeace ein „Gipfel der Mutlosigkeit“
Bonn (APA) - Kurz vor dem Ende der UN-Klimakonferenz in Bonn hat Greenpeace diese am Freitag in einer Aussendung als „Gipfel der Mutlosigkei...
Bonn (APA) - Kurz vor dem Ende der UN-Klimakonferenz in Bonn hat Greenpeace diese am Freitag in einer Aussendung als „Gipfel der Mutlosigkeit“ bezeichnet „Der Geist von Paris ist in Bonn kaum zu merken“, betonte Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit. Mehr Ambition im Kampf gegen den Klimawandel und ein Klimaschutzministerium in Österreich wurde gefordert.
„Klimaschutz muss in Österreich höchste Priorität haben. Es braucht dringend ein eigenes Klimaschutzministerium, mit einer unabhängigen Expertin oder einem unabhängigen Experten an der Spitze.“ Das Ministerium solle neben Klimaschutz auch die Themen Umwelt, Energie und Verkehr umfassen.
Die stärksten Signale für mehr Klimaschutz kamen bei der UN-Klimakonferenz vor allem außerhalb der Verhandlungsräume, schrieb die NGO weiter. Zum einen hat sich eine große Länder-Allianz für den Kohleausstieg gebildet, hier ist auch Österreich beteiligt, und zum anderen haben mehrere US-amerikanische Bundesstaaten, Städte und Unternehmen zugesagt, im Gegensatz zur Trump-Administration, weiterhin auf Klimaschutz zu setzen. „Nach den Verhandlungen sind die einzelnen Staaten wieder am Zug“, so Egit. „Hier bleibt noch viel zu tun, wenn wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels verhindern wollen“.