Keine Einigung zu türkischer Forderung nach Zugang zu Klimafonds
Bonn (APA/AFP) - Im Konflikt um die Forderung der Türkei, Zugang zum sogenannten Green Climate Fund zu erhalten, ist bei der UN-Konferenz in...
Bonn (APA/AFP) - Im Konflikt um die Forderung der Türkei, Zugang zum sogenannten Green Climate Fund zu erhalten, ist bei der UN-Konferenz in Bonn kein Kompromiss erzielt worden. Obwohl sich alle Seiten bemüht hätten, sei keine Einigung gelungen, sagte der Staatssekretär im deutschen Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, der als Vermittler eingesetzt worden war, am frühen Samstagmorgen vor dem Konferenzplenum.
Mit dem Green Climate Fund werden in Entwicklungsländern Klimaschutzmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel gefördert. Flasbarth hatte am Dienstag dargelegt, dass es in den Entwicklungsländern, aber auch in anderen Staaten Widerstand gegen diese Forderung der Türkei gebe.
Als Kompromiss schlug Flasbarth nach eigenen Angaben vor, dass das Land lediglich Zugang zu Förderprojekten erhält, an denen neben dem Klimafonds auch noch andere Geldgeber beteiligt sind und die neben der Türkei auch anderen Ländern zugutekommen. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatte im Zusammenhang mit diesem Konflikt im Juli mit einem Ausstieg aus dem Pariser Abkommen gedroht. Über das Thema soll nun bei der nächsten Weltklimakonferenz in einem Jahr im polnischen Kattowitz weiter verhandelt werden.