Griechenland

Chaosnacht in Athener Viertel: Autonome attackierten Polizisten

Zu den Ausschreitungen in dem als Hochburg der anarchistischen Bewegung geltenden Stadtviertel Exarchia kam es nach einer friedlichen Demonstration.
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Mit Brandflaschen, Feuerwerkskörpern, Leuchtkugeln und anderen Gegenständen bewarfen Autonome in der Nacht auf Samstag Athener Polizisten. Eine Frau wurde schwer verletzt.

Athen – Erneut haben Autonome in der Nacht auf Samstag das Athener Stadtviertel Exarchia ins Chaos gestürzt. Sie schleuderten Dutzende Brandflaschen, Feuerwerkskörper, Leuchtkugeln und andere Gegenstände gegen die Polizei. Dabei wurde eine Frau durch eine Leuchtkugel schwer verletzt, wie der Rettungsdienst am Samstag mitteilte. 16 Menschen wurden festgenommen, teilte die Polizei mit.

Zu den Ausschreitungen in dem als Hochburg der anarchistischen Bewegung geltenden Stadtviertel Exarchia kam es nach einer friedlichen Demonstration, bei der mehrere Tausend Menschen an einen Studentenaufstand gegen die griechische Militärjunta (1967-1974) am 17. November 1973 erinnerten. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben, wie das griechische Fernsehen weiter berichtete.

Autonome schleuderten Dutzende Brandflaschen, Feuerwerkskörper, Leuchtkugeln und andere Gegenstände gegen die Polizei.
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Im Stadtteil Exarchia haben Autonome, Anarchisten und andere Gruppierungen seit Jahren die Oberhand gewonnen. Die Post und mehrere Banken haben ihre Exarchia-Filialen in den vergangenen Jahren geschlossen. Wer kann, verlässt den Stadtteil. Die griechische Polizei steht den Krawallmachern weitgehend machtlos gegenüber. (APA/dpa)