Kunstbahnrodeln

Penz/Fischler verpassten im Igls-Weltcup knapp das Podest

Peter Penz und Georg Fischler ärgerten sich: "Wir haben unseren Heimvorteil verhaut!"
© gepa

Durchwachsener Start für ÖRV-Team – Kastlunger als Elfte beste Österreicherin – Herrenrennen und Teamstaffel am Sonntag.

Igls – Einen durchwachsenen Start in die Weltcupsaison haben am Samstag im heimischen Eiskanal von Innsbruck-Igls die österreichischen Rodler erlebt. Die Routiniers Peter Penz und Georg Fischler verpassten als Vierte um eine Zehntelsekunde das Podest. Bei den Damen kam Miriam Kastlunger über den elften Platz nicht hinaus. Der Weltcup wird am Sonntag mit dem Herrenrennen und der Teamstaffel abgeschlossen.

Penz/Fischler beendeten Podestserie

Für Penz/Fischler endete am Samstag eine eindrucksvolle Serie. Siebenmal in Serie waren die Sprint-Vizeweltmeister des Vorjahres bei ihrem wohl letzten Antreten in Igls am Podium gelandet, doch am Samstag fehlte etwas. „Wir haben unseren Heimvorteil verhaut“, bekannte Penz freimütig. Besonders der Start funktionierte auf dem holprigen und ruppigen Eis in beiden Läufen nicht.

Noch selbstkritischer war Fischler: „Das einzige Positive ist, dass der Grundspeed stimmt. Aber Platz vier ist für den Blödsinn, den wir zusammengefahren sind, eigentlich sensationell.“ Das zweite rot-weiß-rote Doppel mit Thomas Steu/Lorenz Koller kämpfte mit Materialproblemen und wurde Achter. Der Sieg ging an die deutschen Dominatoren der Vorsaison, Toni Eggert/Sascha Benecken. Auf den Plätzen landeten Ludwig Rieder/Patrick Rastner (ITA) und Tobias Wendl/Tobias Arlt (GER).

Finger eingeklemmt

Nicht den erhofften Top-Ten-Platz gab es für die Österreicherinnen. Beste war Miriam Kastlunger als Elfte vor ihren Teamkolleginnen Birgit Platzer und Madeleine Egle. „Ein kleiner Erfolg“, kommentierte Kastlunger, die sich im zweiten Lauf beim Start einen Finger eingeklemmt hatte und fünf Kurven brauchte, um dieses Problem zu lösen. Die routinierte Platzer verhaute schon ihren ersten Lauf, konnte sich aber von Zwischenrang 15 auf zwölf verbessern.

Gelenkt „wie ein Ochse“

„Ich habe Schlimmeres verhindert. Ich habe zum Teil gelenkt wie eine Ochse“, erklärte die 25-Jährige. „Von der Form des letzten Jahres bin ich sehr weit weg. Daran gilt es nun hart zu arbeiten.“ Weltcuptitelverteidigerin Natalie Geisenberger führte einen dreifachen deutschen Erfolg vor Dajana Eitberger und Tatjana Hüfner an.

Herren-Rennen am Sonntag

Der Weltcup wird am Sonntag mit dem Herrenrennen (10.15 Uhr/live ORF Sport+) fortgesetzt. Zum Abschluss gibt es am Nachmittag noch den Teamstaffelbewerb. Angeführt wird das fünfköpfige österreichische Herren-Team von Doppelweltmeister Wolfgang Kindl, der nach einem leichten Bandscheibenvorfall mit einem Handicap an den Start geht.

„Besonders beim Start behindert es mich“, erklärte Kindl im Vorfeld. „Das ist gerade in Igls ein großer Nachteil, weil sich jedes Hundertstel, das man am Start verliert, auf der Igler ‚Autobahn‘ bis ins Ziel potenziert.“ Trotzdem will Kindl auf seiner Heimbahn aufs Podest fahren. Weiters aus dem ÖRV-Lager dabei sind Armin Frauscher, Reinhard Egger und die Brüder Nico und David Gleirscher. (APA)

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