Armee in Sri Lanka schlug gewaltsame Übergriffe gegen Muslime nieder
Colombo (APA) - In Sri Lanka haben Einheiten von Armee und Polizei gewaltsame Ausschreitungen radikaler Buddhisten gegen Muslime niedergesch...
Colombo (APA) - In Sri Lanka haben Einheiten von Armee und Polizei gewaltsame Ausschreitungen radikaler Buddhisten gegen Muslime niedergeschlagen. Polizeiminister Sagala Ratnayaka kündigte am Samstag „entschiedene Maßnahmen“ an gegen jeden an, der, „unabhängig von seiner Stellung und Parteizugehörigkeit“, den Vorfall für „rassistische Propaganda“ ausnutzen wolle, berichteten örtliche Medien laut Kathpress.
Die gegen Muslime gerichtete Gewalt durch radikale Buddhisten in der Küstenstadt Gintota war am Freitag durch Gerüchte in den Sozialen Medien ausgelöst worden. Demnach sollen Muslime einen Anschlag auf einen buddhistischen Tempel geplant haben. Die Polizei verhängte eine Ausgangssperre über Gintota, die nach der Verhaftung der Anführer der Gewalt wieder aufgehoben wurde.
Bereits in der Vergangenheit war es im mehrheitlich buddhistischen Sri Lanka zu ähnlichen Vorfällen gekommen. Extremistische buddhistische Mönche schüren den Hass gegen die muslimische Minderheit. Ende September hatten radikale buddhistische Mönche und Laien in Colombo eine Unterkunft für aus Myanmar geflohene Angehörige der muslimischen Volksgruppe der Rohingya angegriffen, die in Sri Lanka Asyl beantragt hatten.