Macron telefonierte mit Trump und Saudi-Kronprinz wegen Libanon
Paris (APA/dpa) - Der französische Präsident Emmanuel Macron hat nach der Ankunft des libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri in Frank...
Paris (APA/dpa) - Der französische Präsident Emmanuel Macron hat nach der Ankunft des libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri in Frankreich seine diplomatischen Bemühungen zur Lage im Nahen Osten fortgesetzt. Er habe am Samstag mit US-Präsident Donald Trump, dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi telefoniert, teilte der Elysee-Palast am Abend mit.
Es sei Macron um Mittel gegangen, die Region zu stabilisieren. Zudem sprach der französische Staatschef mit UNO-Generalsekretär Antonio Guterres. Bekannt war bereits, dass Macron vor dem Besuch Hariris im Elysee-Palast auch mit dem libanesischen Präsidenten Michel Aoun gesprochen hatte.
Die überraschende Rücktrittsankündigung Hariris von Saudi-Arabien aus hatte den Libanon in eine innenpolitische Krise gestürzt, deren Kontext die Rivalität zwischen Saudi-Arabien und dem Iran ist, der im Libanon die schiitische Hisbollah-Miliz unterstützt. Nach tagelanger Ungewissheit und Spekulationen war Hariri schließlich auf Einladung Macrons von Riad nach Frankreich gereist und will nun kommende Woche nach Beirut zurückkehren. Paris wollte mit dieser Initiative dazu beitragen, die Situation zu entspannen.